Rheinmetall schreibt im Halbjahr rote Zahlen

Restrukturierungskosten und schwache Rüstungsgeschäfte haben Rheinmetall im ersten Halbjahr rote Zahlen eingebrockt. Wie der Düsseldorfer Konzern am Freitag mitteilte, lag der operative Verlust (Ebit) bei 18 Mio. Euro nach einem Gewinn von 123 Mio. Euro vor Jahresfrist. Der Umsatz schrumpfte in den ersten sechs Monaten um 8 Prozent auf 2,062 Mrd. Euro.

Während sich Rheinmetall im Geschäft mit der Autoindustrie behauptet habe, habe der Rüstungsbereich unter den Budgetkürzungen wichtiger Kundenstaaten gelitten, erklärte Vorstandschef Armin Papperger. Die Restrukturierungsaufwendungen bezifferte er mit 47 Mio. Euro.

Rheinmetall hatte wegen der enttäuschenden Entwicklung bereits vor zwei Wochen seine Jahresprognose reduziert. Für den Konzern erwarte Papperger bei einem Jahresumsatz zwischen 4,7 und 4,8 Mrd. Euro nun nur noch einen operativen Gewinn vor Restrukturierungsmaßnahmen von 180 bis 200 Mio. Euro, verglichen mit einer ursprünglichen Prognose von 240 bis 260 Mio. Euro. Die Restrukturierungsaufwendungen für 2013 bezifferte das Unternehmen auf insgesamt 75 bis 85 Mio. Euro für beide Unternehmensbereiche Automotive und Defence.

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