Trotz Teuerung bleibt Reisen für die Österreicher unverzichtbar: 90 % planen 2026 Urlaub. Laut Ruefa Reisekompass steigen Reisetage, Ausgaben und Nachfrage nach Bade-, Stadt- und Wellnessurlauben – ein positives Signal für die Tourismuswirtschaft.
Birgit Wallner und Michele Fanton, Geschäftsführung Ruefa, beim Ruefa Reisekompass 2026
Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten verzichten die Österreicherinnen und Österreicher nicht auf Urlaub. Das belegt der Ruefa Reisekompass 2026, eine repräsentative Online-Studie mit 1.550 Interviews, durchgeführt im November 2025 von Marketagent unter Personen ab 18 Jahren. Trotz Teuerung und wirtschaftlicher Unsicherheit bleibt Urlaub für die Österreicherinnen udn Österreicher unverzichtbar: 90 Prozent planen laut dem Ruefa Reisekompass 2026 mindestens eine Reise. Durchschnittlich 21 Tage wollen sie unterwegs sein, das Urlaubsbudget pro Person steigt auf 2.209 Euro. Urlaub gilt auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten als bewusste Auszeit, als Energiequelle für das private Leben. Die Österreicher setzen auf Erholung, Wellness und innere Ruhe – Trends, die sich in den Reiseplänen für 2026 deutlich widerspiegeln.
Ausblick 2026: 90 Prozent planen Urlaub – plus zwei Reisetage
Für 2026 planen die Österreicher im Durchschnitt 21 Urlaubstage – zwei Tage mehr als 2025. Aufgeteilt wird die Zeit meist auf zwei Urlaube (29 %), einen Urlaub (23 %) oder drei Urlaube (22 %). 14 Prozent machen viermal oder öfter Urlaub. Der Haupturlaub soll im Schnitt 12 Tage dauern. Das durchschnittliche Budget pro Person steigt auf 2.209 Euro, mit deutlichen Unterschieden zwischen den Generationen: Generation Z kalkuliert mit 1.938 Euro, Baby Boomer mit 2.630 Euro, Traditionalisten mit 4.444 Euro. Regional liegen die Budgets im Westen Österreichs am höchsten: Tirol (2.517 Euro), Wien (2.428 Euro) und Burgenland (2.349 Euro).
Teuerung beeinflusst Planung – aber nicht die Reiselust
Trotz Inflation reagieren viele Österreicher gelassen: Auch angesichts steigender Preise lassen sich 43 Prozent kaum in ihrer Planung beeinflussen. 15 Prozent nutzen günstigere Nebensaisonzeiten, 13 Prozent greifen auf Frühbucher-Angebote zurück, und 12 Prozent sparen vor Ort. Und was die Urlaubsempfehlungen betrifft, vertrauen 78 Prozent auf Familie und Freundeskreis, 59 Prozent auf Reiseberater, 39 Prozent auf Reisemagazine und Reiseberichte in Tageszeitungen. Nur 12 Prozent greifen auf Künstliche Intelligenz wie Chatbots zurück.
Badeurlaub bleibt unangefochtene Nummer eins
Mit 54 Prozent der Nennungen führt der Badeurlaub die Beliebtheitsskala an – ein Plus von 4 Prozent gegenüber 2025. Gefolgt werden Strandreisen von Städtereisen (41 %) und Wellnessurlauben (35 %). Aktiv- und Erlebnisreisen sowie Ski-, Kultur- und Cluburlaube runden das Spektrum ab. „Noch stärker als je zuvor begeistert der Badeurlaub über alle Generationen hinweg“, sagt Ruefa Geschäftsführer Michele Fanton. „Er bietet Entspannung, Erholung und unbeschwerte Momente fernab des Alltags.“
Europa dominiert, Fernweh bleibt
Die meisten Reisen führen nach Europa: 80 Prozent ins europäische Ausland, 66 Prozent bleiben in Österreich, 23 Prozent planen Fernreisen. Top-Destinationen im Inland sind Steiermark (27 %), Kärnten (24 %) und Salzburg (21 %). In Europa stehen Italien (32 %), Kroatien (23 %) und Deutschland (19 %) hoch im Kurs. Bei Fernreisen liegen Thailand (15 %), USA (11 %) und Japan (10 %) vorn. Die Anreise erfolgt überwiegend mit dem Auto (51 %) oder Flugzeug (46 %), 14 % nutzen die Bahn.
Besonders gefragt ist das Königreich Thailand als Reiseziel und inzwischen beliebter als die USA.
Auch die Lust auf Fernreisen bleibt groß
Besonders gefragt ist das Königreich Thailand mit 15 Prozent – ein Plus von 2 Prozent gegenüber 2025. Es folgen die USA mit 11 Prozent (minus 5 %) sowie Japan mit 10 Prozent, das gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte zulegt. "Der Umsatz bei den USA-Reisen ist von 2024 auf 2025 um 20 Prozent zurückgegangen - der Trend wird sich auch 2026 und 2027 fortsetzen", erklärt Michele Fanton und ergänzt, dass sich der Umsatz bis 2027 beim USA-Geschäft halbieren wird. Auf die Frage, ob der Rückgang einen Namen hat - "Trump", schweigt der Reiseprofi.
Menorca zählt zu den Trendzielen 2026
Neue Trenddestinationen und Angebote 2026 Neu im Programm ist Menorca, ab Mai per Direktflug ab Wien erreichbar. Weitere Highlights: Griechenland, Türkei, Spanien, Italien und Ägypten. Für Fernreisen stehen USA, Thailand, Malediven, Mauritius oder Tansania auf der Agenda. Ruefa erweitert zudem Sport-, Kultur- und Studienreisen sowie Kreuzfahrten bis ins Jahr 2028. Das preisgekrönte Ruefa Store-Konzept verbindet persönliche Beratung mit digitalen Tools wie dem „Ruefa Urlaubsmatch“. Rund 400 Mitarbeiter fungieren als „Ruefa Climate Ranger“ und beraten zu nachhaltigen Reisen. „Unser Ziel ist es, die Begeisterung fürs Reisen mit echter Expertise zu verbinden“, meint Birgit Wallner, Geschäftsführerin Ruefa.