Schlacht um Schnäppchen auch am Samstag

Black Friday

Schlacht um Schnäppchen auch am Samstag

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Österreich im Shoppingfieber. 240 Euro gibt jeder Kunde am Black Friday aus.

Wien. Black Friday, Lokalaugenschein auf der Wiener Mariahilfer Straße: shoppen zu Schnäppchenpreisen. Endlosschlangen vor den Kassen von Zara. Rabattschlacht. Bis zu minus 50 Prozent. Kaum eine Kundin ist älter als 20 Jahre. Eingekauft wird hektisch. Claudia (17), eine Schülerin, sagt: „Drei Weihnachtsgeschenke gefunden, zwei Schnäppchen für mich, fertig.“ Was sie sich tatsächlich erspart hat? „60 Euro“, behauptet sie. Jana und Ivanka, beide 21 Jahre alt, schleppen pralle Einkaufstaschen und jubeln: „Wir haben für unsere Schwestern gleich mit eingekauft.“

Einige Hundert Meter ­weiter auf der Mariahilfer Straße: Snipes. Trendige Streetwear, Sneaker. Kundengedränge. Die Verkäufer haben gelbe Funkgeräte: „Wahnsinn, was sich gerade abspielt“, sagt Sven: „Am heftigsten war’s in der Früh, erst gegen Mittag ließ der Andrang nach.“

 

240 Euro geben Rabatt-Shopper im Schnitt aus

Rekord. 100 Millionen Euro Umsatz erwartete der Handel für die beiden Aktions­tage Black Friday und Cyber Monday am 26. November. Den höchsten Zuwachs haben Onlinehändler: bis zu 1.200 Prozent mehr Umsatz, so eine Studie aus den USA. Am Cyber Monday geht die Rabattschlacht weiter.

Rund 240 Euro gibt jeder Kunde am Black Friday aus: „Je jünger die Konsumenten sind“, so die Wirtschaftskammer, „desto eher nützen sie solche Rabattaktionen.“ Etwa 45 Prozent der unter 30-Jährigen kaufen am Black Friday und Cyber Monday ein. Rund 1,5 Millionen Österreicher ab 15 Jahren nützen die Aktionstage, das sind rund 20 Prozent der Weihnachtskunden.

Kauflaune. Ansturm auch auf die Shopping City Süd, Manager Matthias Franta zu ÖSTERREICH: „Das war ein perfekter Start in die Weihnachtszeit, die Kauflaune ist da.“ In der SCS gelten die Black-Friday-Rabatte übrigens auch heute, Samstag.

Strohfeuer. Für Roman Seeliger von der WKO sind Rabattierungen aber nicht der Weisheit letzter Schluss: „Die Herausforderung besteht nun darin, die Schnäppchenjäger zu Stammkunden zu machen, die Rabatttage dürfen kein Strohfeuer bleiben.“

 

Viele Rabatte auch in den nächsten Tagen zu haben

–25% Interspar Spielzeug noch heute im Superangebot

–20% Wein & Co Auf die Artikel aus dem regulären Sortiment

Bis –61% Hofer Reisen Angebote bis 25. November buchbar

555 statt 699 Euro Saturn Huawei P20 Pro Smartphone

888 statt 1.499 MediaMarkt LG 65 Zoll TV UHD (noch heute)

–20% T-Mobile Rabatte auf diverse Tarife

–50% XXL Sports Auf Produkte von Nike (bis Sonntag)

–20% Marionnaud Gültig bis 27. November

–16,67% XXXLutz Bis zum 25. 11. keine Mehrwertsteuer zahlen

–30% C&A Bis Samstag auf Jacken, Mäntel, Strickoberteile

 

Weltweite Shopping-Schlacht eskalierte

Massenanstürme, Schlägereien und eine Schießerei machten den „Black Friday“ zum Blut-Freitag.

USA. Die Jagd nach den besten Schnäppchen wurde in den USA, Brasilien und Afrika zur blutigen Schlacht:

  • Ein Toter. Im Shopping Center Riverchase Galleria in Hoover (US-Staat Alabama) eröffnete ein Teenager nach einem Streit das Feuer, ein Mann wurde getroffen, wie auch ein 12-jähriges Mädchen. Der Schütze wurde von der Polizei erschossen – während Einkäufer panisch durch die Gänge flüchteten.
  • Verletzte. In Südafrika wurden Menschen niedergetrampelt. In Namibia drückten Randale-Kunden die Glasfassade eines Shops ein. In São Paulo, Brasilien, wurden Dutzende überrannt, als sich Massen um billige TV-Geräte prügelten.
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