Schlimme Zustände bei Apple-Zulieferer in China

Aktivisten haben skandalöse Arbeitsbedingungen bei einem weiteren Zulieferer von Apple in China angeprangert. Die Organisation China Labor Watch (CLW) wirft dem Auftragsfertiger Pegatron schwere Arbeitsrechtsverstöße vor. Ein am Montag in New York veröffentlichter Bericht beklagt übermäßige Überstunden, Vertragsverletzungen, Billiglöhne, Misshandlung durch das Management sowie Umweltverschmutzung in drei Fabriken von Pegatron in China. Die Zustände am Arbeitsplatz und in Unterkünften seien schlecht. Es gebe Besorgnisse über Gesundheit und Sicherheit der Arbeiter. Auch der "Spiegel" hatte darüber berichtet.

Nach der Kontroverse um seinen Hauptzulieferer Foxconn hatte der Computer-, iPhone- und iPad-Produzent zunehmend Aufträge an Pegatron vergeben. In einer Reaktion versicherte Pegatron-Chef Jason Cheng laut "Wall Street Journal", den Vorwürfen nachgehen zu wollen und eventuelle Verstöße gegen chinesisches Arbeitsrecht oder eigene Standards zu beheben. Auch Apple teilte mit, die Vorhaltungen in dem CLW-Bericht sofort untersuchen zu wollen. "Wir werden keine Abweichungen von unserem Verhaltenskodex zulassen."