Siemens Tochter geht an die Börse

Osram

Siemens Tochter geht an die Börse

Der Börsengang von Osram wird für Herbst 2011 angestrebt.

Siemens bringt seine Tochter Osram an die Börse. Der Aufsichtsrat gab am Montagabend grünes Licht für den Verkauf der Mehrheit an dem Leuchtmittelhersteller, wie das Unternehmen mitteilte. "Siemens beabsichtigt, langfristig als Ankeraktionär an Osram beteiligt zu bleiben. Der Börsengang von Osram wird für Herbst 2011 angestrebt", hieß es.

Führung ausgewechselt
Für den Gang auf das Börsenparkett wechselt der Konzern zudem die Führung des traditionsreichen Unternehmens aus. Der bisher für Energietechnik zuständige Vorstand Wolfgang Dehen rücke Anfang April an die Spitze von Osram, hieß es. Der seit 2005 amtierende Osram-Chef Martin Goetzeler tritt als Vorstand für das Tagesgeschäft (COO) ins zweite Glied zurück.

Dehens Nachfolger als Leiter des Sektors Energie werde der bisherige Chef der Sparte fossile Energieerzeugung Michael Süß.

4,7 Milliarden Euro Umsatz
Osram erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr mit 40.000 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 4,7 Milliarden Euro. Der operative Gewinn hatte gut eine halbe Milliarde Euro betragen. Analysten veranschlagen den Wert des gesamten Unternehmens, das Siemens seit 1978 vollständig gehört, auf bis zu 6,5 Milliarden Euro.