Sozialpartner drängen auf Wachstumsimpulse

Die schwächeren Konjunkturprognosen rufen auch die Sozialpartner auf den Plan. Es sei endgültig der Zeitpunkt gekommen, um rasche und nachhaltige Impulse für einen Wachstumsschub zu geben, so ÖGB-Präsident Erich Foglar und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. "Wenn es nicht genügend Wirtschaftswachstum gibt, dann steigen die Arbeitslosenzahlen und die Insolvenzziffern. Das wollen wir unbedingt verhindern."

Auch für Abbau des Budgetdefizits brauche brauche es Wachstum. Die Sozialpartner wollen in den kommenden Wochen Maßnahmenvorschläge für Ankurbelung der Wirtschaft erarbeiten und diese mit der Regierung besprechen.

Ins selbe Horn stieß AK-Präsident Herbert Tumpel, der davor warnte, das "kleine Pflänzchen des Aufschwungs" durch zu massive Einsparungsschritte im Keim zu ersticken. Um die drohende Rekordarbeitslosigkeit abzuwenden, brauche es weiterhin konjunkturbelebende Maßnahmen. Speziell im Sozialbereich werde eine Finanzspritze vonnöten sein, um die Krisenkosten weiter abzufedern. "Jetzt mit dem budgetpolitischen Rasenmäher drüberzufahren wäre ein schwerer wirtschaftspolitischer Fehler", so Tumpel.

Auch für Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner muss die aktuelle Wirtschaftsprognose "Auftrag sein, alles für die Ankurbelung zu tun und rasch die richtigen Wachstumsimpulse zu setzen." Dringenden Handlungsbedarf sieht der VP-Mandatar bei Forschungsinvestitionen und der thermischen Sanierung. Außerdem urgierte er die Einführung einer Handwerkerprämie.