S&P veröffentlicht Ratings über Euro-Länder erst 2012

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) wird ihr mit Spannung erwartetes Urteil über die Bonitätsnoten von 15 Euro-Ländern laut Insidern nicht mehr in diesem Jahr veröffentlichen. "Wir haben ein informelles Signal erhalten von S&P, wonach sie damit erst im Jänner herauskommen wollen", erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einem hochrangigen Regierungsmitglied eines Euro-Landes.

"In den bisher geführten Gesprächen haben sie das zwischen den Zeilen durchblicken lassen." Alle Ergebnisse dürften demnach gleichzeitig veröffentlicht werden. Auch ein Regierungsvertreter eines zweiten Euro-Landes rechnet erst im Jänner mit einer Bekanntgabe.

S&P hatte am 6. Dezember den Ausblick für das Rating der 15 Euro-Länder auf "negativ" gesetzt und damit eine Herabstufung binnen drei Monaten vorbereitet. Sollte es dazu kommen, würden mit Deutschland und Frankreich die beiden größten Volkswirtschaften der Währungsunion ihre Bestnote "AAA" verlieren und infolge höhere Kreditzinsen zahlen.