S&P würde Eurobonds nicht automatisch als Ramsch bewerten

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) will Eurobonds nicht automatisch als Ramsch bewerten. Anderslautende Aussagen vom Samstag hätten sich auf den Fall bezogen, dass jeder Teilnehmer einer gemeinsamen Anleihe nur für seinen eigenen Anteil an den Schulden geradestehen würde, erklärte die Agentur am Dienstag.

Dann würde der Bond automatisch entsprechend der Bonität des schwächsten Schuldners bewertet. Bei gemeinsam garantierten Anleihen, bei denen alle Schuldner für den Gesamtbetrag haften, spielten eine Reihe von Kriterien eine Rolle. In der Regel würden sie besser bewertet. Mit der Mitteilung stellte S&P Äußerungen seines Europa-Direktors Moritz Krämer am Samstag beim europäischen Forum in Alpbach klar. Krämer hatte zum Abschluss des Forum Alpbach davor gewarnt, dass gemeinsame Anleihen der Euro-Staaten (Eurobonds) das Rating des schwächsten Mitgliedslandes haben könnten.