Spanien und Italien müssen für neues Geld tief in Tasche greifen - TM

Spanien und Italien stecken in der Krise fest. Die Euro-Krisenländer müssen Investoren immer höhere Zinsen für frisches Geld bieten. Die ohnehin angespannte Lage der maroden spanischen Banken verschärfte sich weiter. Nach dem Antrag Madrids auf finanzielle Nothilfe für die Institute knöpfte sich die Ratingagentur Moody's die Banken vor und stufte ihre Bonität teils drastisch ab. Auch Zypern braucht Hilfe von den Euro-Partnern, die Höhe des Betrags ist aber weiter unklar.

Am Dienstag konnte sich Spanien nur zu stark erhöhten Zinsen Geld am Kapitalmarkt beschaffen. Zudem war die Nachfrage nach den Papieren rückläufig. Bei einer Auktion eines Dreimonatspapiers stieg die Rendite binnen Monatsfrist von 0,846 Prozent auf 2,362 Prozent. Sie verdreifachte sich also nahezu. Ein Titel mit sechsmonatiger Laufzeit rentierte mit 3,237 Prozent und damit fast doppelt so hoch wie bei einer Auktion vor einem Monat. Der spanische Staat sammelte insgesamt 3,08 Mrd. Euro ein, etwas mehr als geplant.