Spanische Wirtschaft schrumpfte schwächer

Die Rezession in Spanien hat sich nach Prognose der Notenbank im zweiten Quartal fortgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte von April bis Juni um 0,1 Prozent und damit das achte Quartal in Folge geschrumpft sein, sagte die Banco de Espana am Dienstag in Madrid voraus.

Zu Jahresbeginn, von Jänner bis März, war das BIP freilich noch um 0,5 Prozent zurückgegangen. Die offiziellen Daten werden am 30. Juli veröffentlicht. Die Zentralbank führte die Entwicklung vor allem auf eine dynamische Nachfrage in der Exportwirtschaft zurück. Sie erinnerte daran, dass zahlreiche Experten in Spanien für das zweite Halbjahr eine Rückkehr zum Wachstum erwarteten. Es gebe allerdings eine Reihe von Risiken, betonte die Notenbank.

Spanien leidet unter den Folgen des geplatzten Immobilienbooms und der anschließenden Bankenkrise. Die Arbeitslosenquote ist so hoch wie nie zuvor. 2014 soll die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone nach Prognose der EU-Kommission wieder um 0,9 Prozent wachsen.