Starker Euro belastet Zementkonzern Lafarge

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Auf dem Weg zur Fusion mit dem Schweizer Konkurrenten Holcim muss der französische Zementkonzern Lafarge trotz steigender Nachfrage Umsatzeinbußen hinnehmen. Im zweiten Quartal bekam Lafarge den starken Euro erneut zu spüren. Der Umsatz ging insgesamt um 5 Prozent auf 3,37 Mrd. Euro zurück, wie Lafarge am Freitag in Paris mitteilte. Die Währungseffekte kosteten 7 Prozent Umsatz.

Der Zementabsatz kletterte dagegen um 2 Prozent nach oben. Die Geschäfte in Nordamerika liefen dabei nach einem witterungsbedingt schwachen Jahresauftakt gut.

Operativ verzeichnete der Konzern mit 812 Mio. Euro Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) einen leichten Rückgang um 2 Prozent. Auch hier drückten Währungseffekte, mit 7 Prozent wurde das Ebitda belastet. Analysten hatten im Schnitt etwas mehr Gewinn erwartet.

Unter dem Strich verdiente der Konzern auch dank Sparmaßnahmen mehr. Der Überschuss erhöhte sich um 2 Prozent auf 205 Mio. Euro. Lafarge versucht schon seit geraumer Zeit, mit einem Sparprogramm die Kosten im Zaum zu halten. Zudem wollen die Franzosen sich mit dem Schweizer Konkurrenten Holcim zusammenschließen. Der Deal soll im ersten Halbjahr 2015 abgeschlossen werden. Mehrere Kartellbehörden müssen noch zustimmen. Holcim und der deutsche Konkurrent HeidelbergCement legen ihre Quartalsberichte am kommenden Mittwoch vor.

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