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Starker Gegenwind für Markenartikel

Die Krise hat die Konsumgüterindustrie voll erreicht. Die Konsumenten greifen derzeit vor allem bei Putz- und Hygieneartikeln zu billigeren Produkten.

Die Hersteller von Marken-Hygieneartikeln geraten laut dem britischen Economist unter enormen Druck, da Konsumenten immer öfter zu Eigenmarken und No-Name-Produkten greifen. Diese sind um rund ein Viertel billiger.

Der Gesamtmarktanteil von Billiglabels macht laut Economist in den USA bereits 9, in Europa 5 Prozent aus. Bei Handelsriesen wie der US-Supermarktkette Wal-Mart dürfte das Angebot mittlerweile zu bis zu 20 Prozent aus Eigenmarken bestehen. Hinzu kommt, dass entbehrliche Produkte, wie etwa Lufterfrischer, Ladenhüter bleiben.

Platzhirsche kämpfen mit neuen Strategien

Sinkende Umsätze verbuchten im 2. Quartal demnach der US-Weltmarktführer Procter&Gamble, der französische L’Oreal-Konzern, Colgate-Palmolive und der deutsche Beiersdorf-Konzern. Unilever (Omo, Axe) und Henkel bildeten eine Ausnahme.

Die Markenartikler versuchen nun, dem Rückgang über höhere Investitionen in Marketing und Product-Placement entgegenzusteuern. Zusätzlich sollen "Basisprodukte“ – also Markenlabels, die billiger sind als die Normallinien – Konsumenten zurück locken.