Strabag-"Team" gewinnt wieder

Über 200 Mio. Euro

Strabag will neue Anleihe platzieren

Konzernchef Haselsteiner kündigt an, dass die Anleihe in Vorbereitung ist.

Der börsenotierte Baukonzern Strabag will noch in diesem Monat eine Anleihe im Volumen von 200 Mio. Euro am Kapitalmarkt platzieren, wie Konzernchef Hans Peter Haselsteiner nun laut Nachrichtenagentur Bloomberg präzisierte. "Die Anleihe ist in Vorbereitung - es wird eine geben, sofern der Markt nicht einbricht", hatte der Vorstandschef erst vor einer Woche bei der Bilanzpressekonferenz unter Verweis auf Unwägbarkeiten wie die drohende Umschuldung in Griechenland angekündigt.

Über sieben Jahre
Die Bonds haben den Angaben zufolge voraussichtlich eine Laufzeit von sieben Jahren. Über die Details der Anleihe werde demnächst eine Entscheidung fallen, so Haselsteiner. Die Anleihe soll noch vor dem Sommer ausgegeben werden, "solange das Marktumfeld noch freundlich ist". "Niemand weiß, was passiert, wenn Griechenland schließlich doch noch pleitegeht", so der Bau-Chef.

Seit 2002 hat die Strabag - mit Ausnahme von 2009 - jedes Jahr eine Anleihe platziert. Zuletzt wurde im Mai 2010 ein Volumen von 100 Mio. Euro ausgegeben.

Cash-Flow
Zu Jahresende 2010 beliefen sich die liquiden Mittel des Konzerns eigenen Angaben zufolge auf 1,95 Mrd. Euro - ein Jahr davor auf 1,78 Mrd. Euro. Der Cash-Flow aus der Geschäftstätigkeit habe 690 Mio. Euro betragen. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit war, wie berichtet, mit 524 Mio. Euro negativ und beinhaltete unter anderem die Anzahlung für die russische Transstroj (70 Mio. Euro). Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit war mit 20 Mio. Euro negativ - darin enthalten sind Emissionserlöse von 100 Mio. Euro bei gleichzeitiger Rückzahlung der Anleihe 2005 in Höhe von 75 Mio. Euro.

Bei einer Bilanzsumme von 10,4 Mrd. Euro (2009: 9,6 Mrd. Euro) wies die Strabag Cash in Höhe von 669 Mio. Euro netto aus. Die Eigenkapitalquote sank von 32,2 auf 31,1 Prozent.

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