Streikwelle legt Italien lahm

Sparpläne

Streikwelle legt Italien lahm

Protestaktionen sind auch für die nächsten Tage geplant.

In Italien hat am Montag ein dreistündiger Streik gegen die Einsparungen der Regierung Monti zur Eindämmung der Staatsschulden begonnen. Zu dem Ausstand, der die Privatwirtschaft betrifft, riefen die drei größten Gewerkschaftsverbände CGIL, CISL und UIL auf. In mehreren italienischen Städten waren Demonstrationen geplant.

Regierungschef Mario Monti hatte bei einem Treffen mit den Gewerkschaften am Sonntagabend noch einen letzten Versuch unternommen, den Streik abzuwenden. Die Arbeitnehmerorganisationen zeigten sich jedoch unnachgiebig und bestätigten den Streik.

Sparpläne
"Montis Sparplan ist unfair, weil die Opfer, die von den einkommensschwächeren Familien gefordert werden, wesentlich größer als jene sind, die von den Reichen verlangt werden", betonte die CGIL-Chefin Susanna Camusso. Sie kündigte weitere Protestaktionen in den kommenden Tagen an.

Für den 19. Dezember ist ein Streik der Staatsbediensteten vorgesehen. Auch das Personal der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalt RAI will Widerstand leisten. Für 22. Dezember ist ein Streik gegen die Sanierungsmaßnahmen geplant, die der Aufsichtsrat vergangene Woche beschlossen hat. Die Journalisten schließen sich diesem Protest allerdings nicht an.