Der Verbund erwartet ein Minus von 6-7 Prozent

Stromverbrauch deutlich gesunken

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Der Verbundkonzern erwartet, dass der Stromverbrauch in Österreich heuer wegen der Rezession um 6 bis 7 Prozent sinkt. Vor allem in Industrieregionen ist der Bedarf an Elektrizität zurückgegangen. Sobald die Industrieproduktion wieder wachse, werde auch der Verbrauch steigen. Es werde aber zwei bis drei Jahre dauern, um den Stand vor der Krise zu erreichen, glaubt Verbundchef Wolfgang Anzengruber.

Künftig werde die jährliche Verbrauchssteigerung vielleicht nicht mehr die zwei Prozent von vor der Wirtschaftskrise erreichen, aber etwa ein bis eineinhalb Prozent, so Anzengruber. Klar sei aber, dass der Anteil von Elektrizität am Gesamtenergieverbrauch in Zukunft wachsen werde, aus wirtschaftlichen und auch technologischen Gründen.

Beim Ausbau der eigenen Erzeugungskapazitäten stehe die Wasserkraft weiterhin an erster Stelle und werde noch weiter verstärkt werden. Der Verbund ist der viertgrößte Wasserkraftproduzent in Europa und peilt die dritte Position an. Vom heimischen Stromverbrauch von 70 TWh stammen rund 40 Prozent aus Verbund-Kraftwerken, von der im Inland vom Konzern erzeugten Elektrizität stammen 90 Prozent aus Wasserkraft.

Die Zahl seiner Endkunden will der Verbund bis 2014/15 von derzeit über 200.000 auf 400.000 verdoppeln. In vielen Regionen sei man beim Haushaltsstrompreis nach wie vor der billigste Anbieter. Im Industrie-Bereich, den der Verbund - neben Haushalts- und Gewerbekunden - seit Anfang 2006 beliefert, versorgt der Konzern mittlerweile bereits 25 Prozent der heimischen Betriebe.

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