Telefonica könnte bei E-Plus bald am Ziel sein

Das lange Warten hat bald ein Ende. Schon in wenigen Tagen werden die Würfel fallen - dann dürfte klar sein, ob Telefonica Deutschland (O2) seinen Wettbewerber E-Plus aus Düsseldorf übernehmen kann.

Der Schulterschluss zwischen München und Düsseldorf ist nicht nur wegen seines Transaktionswertes von mehr als 8 Mrd. Euro für die Branche von Bedeutung. Es wäre auch der erste große Schritt zu einer Konsolidierung auf dem deutschen Mobilfunkmarkt.

Während die beiden Noch-Konkurrenten fest damit rechnen, dass Brüssel den Deal unter Auflagen absegnen wird, blicken viele Verbraucher mit Sorge auf das Treiben der Giganten. Sie befürchten wie das Bundeskartellamt oder die Monopolkommission, dass mit der Abnahme der Anbieter am Markt der Druck auf die Preise schwinden könnte.

E-Plus-Chef Thorsten Dirks, der als ein möglicher Kandidat für den Chefposten der neuen Mobilfunkallianz gilt, versucht seit Monaten, solche Bedenken zu zerstreuen. "Wir werden im Markt weiter angreifen", verspricht der Manager. Auch Martin Knauer, Chef des Telekom-Diskonters Congstar, ist davon überzeugt, dass ein Zusammenschluss der beiden Anbieter keinesfalls den Druck von den Preisen nehmen wird. "Es ist noch Luft drin", glaubt er.

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