Tesco plant Rückzug aus den USA

Der britische Einzelhandelsriese Tesco will sich aus den USA zurückziehen. Das Unternehmen sei zu dem Schluss gekommen, dass das US-Geschäft Fresh & Easy in seiner derzeitigen Form in absehbarer Zeit keine akzeptablen Erträge liefern werde, erklärte Tesco am Mittwoch. "Es ist wahrscheinlich, aber nicht sicher, dass sich unsere Präsenz in den USA dem Ende neigt", sagte Tesco-Chef Phil Clarke.

Neben der Einstellung der rund 200 Filialen werde auch ein Verkauf geprüft. Fresh & Easy-Chef Tim Mason wird den Angaben nach den Konzern nach 30 Jahren verlassen.

Tesco war 2007 in den heiß umkämpften US-Markt eingestiegen. Das Projekt hat bisher fast eine Milliarde Pfund (1,23 Mrd. Euro) an Kapital aufgezehrt, aber keine schwarzen Zahlen geschafft. Tesco will sich den Angaben nach nun lieber um den ebenfalls schwierigen Heimatmarkt Großbritannien kümmern, auf dem der Großteil des Geschäfts erzielt wird, und sich zudem auf Wachstumsmärkte konzentrieren. Tesco ist nach dem US-Konzern Wal-Mart und Carrefour aus Frankreich der drittgrößte Einzelhändler der Welt.

Wie die Entscheidung zum US-Geschäft ausfallen wird, will Tesco im April mit Vorlage der Jahreszahlen verkünden. Die Entwicklung in den USA hat sich zuletzt noch einmal deutlich abgeschwächt. Das dortige Umsatzplus auf vergleichbarer Basis belief sich nur noch auf 1,8 Prozent nach fast sieben Prozent im Vorquartal.

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