Leere Geldbörse

teuerung

Schon 97 Prozent spüren Teuerung

Ein großer Teil der Österreicher muss sich beim Konsum stark einschränken.

Wien. Die Teuerung rast von einem Rekord zum nächsten. Viele Familien können sich nur mehr das Nötigste leisten, ein Ende der Preisspirale ist noch nicht in Sicht: Laut Schnellschätzung der Statistik Austria stiegen die Preise im Juli im Jahresvergleich um 9,2 %

Der Handelsverband hat in einer Studie (Mindtake Research, 1.008 Interviews) nachforschen lassen, wie es den Familien mit den Preisanstiegen wirklich geht.

  • Fast alle betroffen. 97 Prozent der Bevölkerung (hochgerechnet wären das 8,6 Millionen Menschen) spüren die Auswirkungen auf ihren Haushalt.
  • Verschieben. Mehr als drei Viertel (77 %) werden größere Ausgaben oder Investitionen auf das kommende Jahr verschieben.
  • Diskonter. Genau drei Viertel kaufen wegen der Inflation mehr günstige Lebensmittel ein, vorwiegend bei Diskontern.
  • Einschränkungen. 70 % halten sich bei Ausgaben seit Wochen zurück.
  • Pessimistisch. Zwei Drittel sehen schwarz für die kommenden 12 Monate.
  • Lebensnotwendig. Fast ein Viertel (23 %) muss sich derzeit auf den Kauf von lebensnotwendigen Produkten beschränken.
  • Wo sparen wir? Laut Studie geben 54 % der Österreicher jetzt weniger für Uhren und Schmuck aus. Auch Bekleidung und Elektro-Geräte kaufen jetzt 52 % weniger.

„Befeuern Inflation“. Rainer Will vom Handelsverband sieht die Pandemie und den Ukraine-Krieg als Ursache: „Sie befeuern die Inflation und lösen bei mehr als zwei Dritteln der Bevölkerung Pessimismus und Kaufzurückhaltung aus.“

Nächste Hiobsbotschaft: In den letzten 6 Monaten mussten mehr als 4.700 Menschen Privatkonkurs anmelden.