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TUI erwartet dank starker Buchungen weiter operativen Jahresgewinn

Der weltgrößte Reisekonzern TUI rechnet trotz der Engpässe an vielen Flughäfen in diesem Sommer mit Urlauberzahlen nahe dem Vorkrisenniveau und weiterhin mit einem operativen Jahresgewinn.

 Derzeit hätten die Buchungen mit 11,5 Mio. Gästen rund 90 Prozent des Niveaus von 2019 erreicht, teilte das deutsche Unternehmen am Mittwoch mit. Zusatzkosten durch Flugstreichungen in Großbritannien haben TUI im abgelaufenen Quartal aber die Rückkehr in die operative Gewinnzone verhagelt.

Nach zwei verlustreichen Jahren und der Rettung des Konzerns durch den deutschen Staat rechnen der scheidende Vorstandschef Fritz Joussen und sein designierter Nachfolger Sebastian Ebel für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September weiterhin mit einem signifikant positiven operativen Gewinn vor Sondereffekten (bereinigtes Ebit).

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni sprang der Umsatz im Vergleich zum pandemiebelasteten Vorjahreszeitraum von 650 Mio. auf 4,4 Mrd. Euro nach oben. Für einen Gewinn reichte dies allerdings noch nicht: Weil der Konzern wegen Flugausfälle und -verspätungen vor allem in Großbritannien Sonderkosten von 75 Mio. Euro schultern musste, lag das bereinigte operative Ergebnis noch mit 27 Mio. Euro im Minus. Ein Jahr zuvor hatte der operative Verlust sogar 670 Mio. betragen. "Ohne diese Zusatzkosten läge das bereinigte Konzern-Ebit bei 48 Mio. Euro und wäre damit das erste profitable Quartal seit Beginn der Pandemie."

Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre diesmal ein Fehlbetrag von rund 357 Mio. Euro. Ein Jahr zuvor war hier noch ein Verlust von rund 935 Mio. Euro gestanden.

Nach neun Monaten lagen die Erlöse bei 8,9 Mrd. Euro. Der Konzernverlust belief sich auf 1,04 Mrd. Euro.