UNIQA-Gewinnziel wackelt bei weiteren Griechenland-Abschreibungen

Für einen Nachlass der Griechen-Schulden auf 40, 50 oder 60 Prozent müsste der börsenotierte UNIQA-Konzern weitere Abschreibungen vornehmen. Sollte ein "Haircut" in diese Richtung kommen, müssten "wir nachziehen", sagte Vorstandschef Andreas Brandstetter. Dies könnte dann auch das Ergebnisziel gefährden: "Wir nannten die schwarze Null auf Vorbehalt für den Fall, dass heuer keine weiteren Griechenland-Abschreibungen mehr notwendig sind", so Brandstetter.

Im Hinblick auf eine Teilnahme an der Privatsektorbeteiligung bei der Griechenland-Umschuldung hatte die UNIQA wie berichtet bereits im Halbjahr Abschreibungen auf Athener Staatsanleihen mit Laufzeiten bis 2020 im Ausmaß von 58 Mio. Euro vorgenommen. Der Zeitwert der griechischen Staatsanleihen lag damit per Ende Juni bei nur noch 245 Mio. Euro. Das Engagement in den PIIGS-Ländern insgesamt betrug Ende Juni 1,578 Mrd. Euro - davon in Italien 892 Mio. Euro, in Irland 224 Mio. Euro, in Spanien 153 Mio. Euro, in Portugal 63 Mio. Euro.

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