Verbund mit starkem Umsatz- und Gewinneinbruch

Die niedrige Wasserführung der Flüsse in Österreich und Bayern sowie die weiter gesunkenen Großhandelspreise für Strom haben beim Verbundkonzern wie erwartet zu einem deutlichen Einbruch beim Umsatz und beim Gewinn geführt.

Der Umsatz sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um 15 Prozent auf 1,399 Mrd. Euro, das Konzernergebnis schmolz gar um 86 Prozent auf 56,6 Mio. Euro zusammen. Das Ergebnis je Aktie betrug nur noch 16 Cent, nach 1,17 Euro im Vorjahreszeitraum.

Damit fiel der Umsatzeinbruch nicht ganz so deutlich aus wie befürchtet, von der APA befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Rückgang um 21 Prozent gerechnet. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) lag mit 354,8 Mio. Euro im Rahmen der Erwartungen. Das operative Ergebnis drehte wie erwartet ins Positive und betrug 196,7 Mio. Euro, nach einem Verlust von 78,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2013.

Für das Gesamtjahr 2014 erwartet der Verbund nun ein EBITDA von rund 690 Mio. Euro und ein Konzernergebnis von 70 Mio. Euro. Die geplante Ausschüttungsquote für 2014 liegt unverändert bei rund 50 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses von rund 150 Mio. Euro.

Neben der geringen Wasserführung wurde das Verbund-Ergebnis im ersten Halbjahr auch durch Einmalaufwendungen durch die Schließung bzw. temporäre Stilllegung der Wärmekraftwerke belastet - insbesondere im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2013, als es positive Einmaleffekte durch einen Asset-Swap mit E.ON gab.