Volvo-Chef peilt 2013 "schwarze Null" an

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Trotz zuletzt schrumpfender Verkaufszahlen erwartet der angeschlagene schwedische Autohersteller Volvo in diesem Jahr keinen Verlust. Er rechne mit einer "schwarzen Null", sagte Unternehmenschef Hakan Samuelsson der Zeitschrift "Auto Motor und Sport" am Donnerstag. Und das, obwohl Volvo derzeit massiv in die Zukunft investiere und das Geld aus eigener Kraft aufbringen müsse.

Im Dezember hatte sich Samuelsson noch deutlich skeptischer zu dem Ziel einer schwarzen Null für 2013 geäußert: "Das wird hart", sagte er damals. Bis Ende diesen Jahres will das Unternehmen 1.000 Stellen streichen. Die Kosten sollen um 180 Mio. Euro sinken.

Zwei Jahre später soll Volvo dank einer günstigeren Produktion schon wieder Gewinne einfahren: "Ab 2015 beginnt unser Baukastensystem, und unsere Kostensenkungsmaßnahmen werden greifen, was sich dann sicher auch in besseren Ergebnissen widerspiegeln wird", sagte Samuelsson jetzt.

Auch beim Absatz, der 2012 um 6 Prozent auf rund 420.000 Autos schrumpfte, soll es dann steil bergauf gehen. "Ein Wachstum auf 800.000 Autos bis 2020 halte ich durchaus für nicht realitätsfremd." Vor allem China, wo Volvo mit vor Ort produzierten Autos punkten will, soll das Wachstum antreiben. Hier war der Absatz 2012 aber mit minus 11 Prozent besonders stark gesunken.

Am Mittwoch hatte Volvo außerdem angekündigt, mit dem chinesischen Mutterkonzern Geely ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungszentrum in Göteborg aufzubauen, das Ende des Jahres seine Arbeit aufnehmen soll.

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