VW kam den Forderungen der Gewerkschaft nach

VW zahlt Beschäftigten 4,2 Prozent mehr Lohn

Europas größter Autobauer hat sich mit der IG Metall auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

Der Konzern zahlt den rund 95.000 Beschäftigten der 6 westdeutschen VW-Werke ab Januar 2010 die von der Gewerkschaft geforderten 4,2 % mehr Lohn.

Zusätzlich gibt es Einmalzahlungen von zusammen 710 Euro sowie ab 2011 einen leistungsabhängigen Aufschlag von im Schnitt 100 Euro monatlich. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 18 Monate. Eine erste Einmalzahlung über 510 Euro gibt es bereits Mitte Oktober. Die zweite Zahlung von 200 Euro folgt dann im Februar 2010. Der Tarifvertrag beginnt rückwirkend zum 1. August 2009.

Daneben haben sich VW und IG Metall auch darauf verständigt, ab Mitte 2010 mit Verhandlungen über eine Verlängerung der Standort- und Beschäftigungssicherung zu beginnen, die Ende 2011 ausläuft. Für den Fall, dass in der vierten Verhandlungsrunde kein Abschluss zustande kommen würde, hatte die IG Metall mit Warnstreiks gedroht.

Für die nächsten zwei Jahre garantiert Volkswagen die Schaffung von jährlich 1.250 Ausbildungsplätzen und grundsätzlich die Übernahme der Ausgebildeten in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Die Übernahme erfolgt in Zukunft aber nach Leistungskriterien, was das starre System ersetzt, dass 85 % übernommen werden.

Mit dem Tarifvertrag bekommen VW-Beschäftigte nun die Lohnerhöhung, die die IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie Ende 2008 ausgehandelt hatten und die bereits für die Mitarbeiter der Tochter Audi gilt. VW profitierte in diesem Jahr zwar mehr als andere Autobauer von der Abwrackprämie. Im nächsten Jahr rechnet die Branche aber mit einem Absatzeinbruch.