Firma stellt u.a. Zutrittssysteme für Skilifte her

Axess konnte 2009 leicht wachsen

Der Salzburger Hersteller von Ticket- und Zutrittssystemen für Skigebiete, Stadien, Messen und Freizeitparks hat trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds 2009 ein moderates Wachstum verzeichnet. "Wir liegen bei den Aufträgen um 5 % über dem Vorjahr", sagt Vorstandsvorsitzender Wolfram Kocznar anlässlich der Präsentation der neuen Firmenzentrale in Anif bei Salzburg.

Für 2009 rechnet Kocznar mit 18 Mio. Euro Umsatz. Im vorangegangenen Jahr waren es 17,8 Mio. Euro. Das Unternehmen, das in den vergangenen elf Jahren rund 500 internationale Projekte abgewickelt hat, hat große Pläne. "Wir wollen in den nächsten fünf Jahren unseren Personalstand verdoppeln", kündigte Kocznar an. Derzeit werden 106 Personen beschäftigt.

"Geschäft wird immer kurzfristiger"

Die Wirtschaftskrise hat vor allem die Zeithorizonte bei den Projekten verändert. "Das Geschäft wird immer kurzfristiger", berichtete der Manager. So wurden die Aufträge für die Zutrittssysteme für mehrere Skigebiete erst im November erteilt. Dieser Tage werden die Anlagen in Betrieb genommen. Um auf diese kurzfristigen Lieferungen besser reagieren zu können, muss Axess ein größeres Lager an den für die Zutrittssysteme nötigen Modulen und Elemente anlegen.

"Wir planen die Auflage einer Unternehmensanleihe, um die Erhöhung unseres Lagerbestandes an Halbfertigwaren finanzieren zu können", sagte Kocznar: "Wir könnten einen wesentlich höheren Umsatz erzielen, wenn wir mehr auf Lager hätten." Gedacht ist an ein Volumen der Anleihe von fünf bis 10 Mio. Euro sowie eine Zeichnung Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals 2010.

Axess macht etwa 65 % des Umsatzes mit Zutrittssystemen für Skigebiete. Zuletzt erhielt das Salzburger Unternehmen Zuschläge für Projekte in Neuseeland oder in der Lombardei in Italien. Kräftig wachsen will man im Bereich der Ticketsysteme für Messen, wo zuletzt bei den Messen München sowie in Leipzig Anlagen installiert wurden. Derzeit hat das Messegeschäft einen Anteil am Umsatz von 26 %. Ziel sind für Kocznar 50 %.

In den nächsten Wochen wird die neue Red Bull Arena in New York mit Axess-Anlagen eröffnet. "Damit statten wir erstmals in den USA ein Stadion aus", hofft Kocznar auf Folgeaufträge in diesem Markt, der neben Osteuropa zu jenen Regionen gehörte, wo sich die Wirtschaftskrise durch Auftragsrückgänge bemerkbar machte.