Saab will jährlich 150.000 Fahrzeuge verkaufen

BAIC beteiligt sich an Saab-Kauf

Der chinesische Autobauer BAIC beteiligt sich nach dem Scheitern seines Gebots für Opel am Kauf des schwedischen Autobauers Saab. Der fünftgrößte chinesische Automobilkonzern springt dabei dem schwedischen Luxus-Sportwagenbauer Koenigsegg bei, der allein zu wenig Geld für den Saab-Kauf hat.

BAIC, das in China Kooperationen mit europäischen und asiatischen Autoherstellern unterhält, soll den Plänen zufolge einen Minderheitsanteil an Saab übernehmen. Saab ist wie Opel eine Tochter des US-Autokonzerns General Motors (GM).

Koenigsegg muss noch die schwedische Regierung von seinem Konzept für Saab überzeugen. Der 1947 gegründete Autobauer Saab hatte im Februar Insolvenz angemeldet und versucht, mit einer grundlegenden Sanierung des Unternehmens wieder auf Kurs zu kommen.

BAIC war in den vergangenen Monaten auch an einer Übernahme von Opel interessiert. Das Konzept galt aber als kaum tragfähig. GM hatte den Autobauer nach wenigen Wochen aus dem Bieterrennen ausgeschlossen.

Der Sportwagenhersteller Koenigsegg wurde 1994 gegründet und stellt pro Jahr rund 20 Luxus-Autos her, die jeweils über 1 Mio. Euro kosten. Koenigsegg selbst beschäftigt 45 Mitarbeiter. Saab beschäftigt in Schweden 3.400 Mitarbeiter, bei Zulieferern sind weitere 12.000 Menschen tätig.

Der Autobauer machte 2008 einen Verlust von 3 Mrd. Kronen (293 Mio. Euro). Der Absatz war zuvor drastisch eingebrochen: Innerhalb von 2 Jahren schrumpfte der Autoabsatz von 133.000 auf gut 93.000 Wagen.