Chinas Exporteure warnen vor Yuan-Aufwertung

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Die chinesischen Exporteure haben ihre Regierung vor einer Aufwertung des Yuan gewarnt. "Die Konsequenzen wären katastrophal", sagte der Vizepräsident des Branchenverbandes Council for the Promotion of International Trade, Zhang Wei, zu einer Umfrage unter 1.000 Unternehmen.

"Wenn der Yuan-Kurs steigt, laufen diese Firmen Gefahr, unverzüglich pleitezugehen." Die Gewinnmargen seien ohnehin schon sehr niedrig. In arbeitsintensiven Branchen wie der Bekleidungs- und Möbelindustrie lägen sie bei etwa drei Prozent.

China ist 2009 zur weltweit führenden Exportnation aufgestiegen und löste damit Deutschland ab. Insbesondere die USA werfen der Volksrepublik vor, den Wechselkurs künstlich niedrig zu halten und sich so Wettbewerbsvorteile im Welthandel zu verschaffen.

Im Währungsstreit mit den USA demonstriert das Außenministerium Härte. Ein Sprecher wies Forderungen der USA nach einer Aufwertung des Yuan als "unfair und schädlich" zurück. Die Kontroverse über den Wert der chinesischen Währung müsse mit Gelassenheit und Vernunft gelöst werden.

Der US-Senat hatte diese Woche eine Entschließung verabschiedet, in der China mit Strafzöllen für den Fall gedroht wird, dass es den Yuan nicht aufwertet. Die chinesische Währung ist seit Mitte 2008 de facto an den Dollar gekoppelt.

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