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Chinas Wirtschaftsminister in Wien

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Der chinesische Wirtschaftsminister Chen Deming hat bei seinem Österreichbesuch 17 Verträge in Höhe von 724 Mio. Euro unterzeichnet. Chen, der Termine mit Bundespräsident Heinz Fischer und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner absolvierte, kam an der Spitze einer aus 120 Managern bestehenden Wirtschaftsdelegation.

Seine Visite in Österreich war beim Besuch des Bundespräsidenten im vergangenen Jänner in Peking eingefädelt worden. Chen zeigte sich speziell an österreichischer Technologie interessiert, "die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet hat großes Potenzial", sagte er.

Neben dem Handel (China ist zweitgrößter überseeischer Handelspartner) wolle China österreichische KMU für Investitionen gewinnen - der kürzlich erfolgte Einstieg einer chinesischen Firma bei der FACC zeige aber, dass auch Österreich als Investitionsstandort interessant sei. "Wir glauben, dass in der Musikhauptstadt Wien jetzt auch die Unternehmen einen Anlass haben, die 'Schöne blaue Donau' zu spielen", meinte er.

2009 ist es Österreich in China gelungen, die Ausfuhren um 7 % zu steigern, erinnerte Mitterlehner. Aus österreichischer Sicht hoffe man speziell auf Umwelttechnikaufträge und Touristen aus China. Die Respektierung der geistigen Urheberrechte mache Fortschritte, sagte Mitterlehner: "Wir glauben, dass die Herausforderungen - auch mit Blick auf Joint Ventures in China - kleiner werden und beherrschbar sind." Chen plädierte für einen möglichst freien Handel.

Der chinesische Wirtschaftsminister nahm an einem von 300 Managern besuchten bilateralen Wirtschaftsforum im Wiener Hauptquartier der Wirtschaftskammer teil. Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl sagte, Österreicher und Chinesen seien sich in ihrer Mentalität sehr ähnlich: "Aus den heute unterzeichneten 17 Verträgen werden hoffentlich bald 170 werden". Die Verträge beziehen sich sowohl auf Käufe als auch auf Investitionsvorhaben.

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