Weitere 650 Jobs fallen weg

Jungheinrich verschärft Sparkurs

Jungheinrich verschärft wegen der weltweit einbrechenden Nachfrage nach Gabelstaplern seinen Sparkurs. Über die bisher schon geplanten rund 700 Stellenstreichungen hinaus sollen im In- und Ausland in diesem Jahr weitere 650 der konzernweit zuletzt 10.800 Arbeitsplätze wegfallen, wie Jungheinrich ankündigte. Die Details des Sparpakets sollen dem Aufsichtsrat während einer Sondersitzung Anfang August vorgestellt werden.

Im ersten Halbjahr habe der Hamburger Konzern voraussichtlich einen operativen Verlust (Ebit) von 15 Mio. Euro eingefahren. Darin seien Einmalaufwendungen für außerplanmäßige Abschreibungen auf aktive Entwicklungskosten und Beteiligungen in Höhe von 12 Mio. Euro enthalten. Im Vorjahreszeitraum hatte ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 63,5 Mio. Euro zu Buche gestanden.

Für das Gesamtjahr stellte Jungheinrich einen Betriebsverlust im hohen zweistelligen Millionenbereich in Aussicht. Ursachen seien eine höhere Zahl kleiner Fahrzeuge mit niedrigen Margen und der gestiegene Preisdruck. Zahlen zum Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres will Jungheinrich am 13. August bekanntgeben.

Mit einer Erholung des Marktes für Flurförderzeuge rechnen die Hamburger nicht vor in der zweiten Jahreshälfte 2010. Bereits zu Jahresbeginn war Jungheinrich von der Wirtschaftskrise voll erfasst worden und in die roten Zahlen geraten. Für 2009 rechnet der Vorstand mit einem Rückgang des weltweiten Marktvolumens um 40 Prozent auf 520.000 (Vorjahr: 872.000) Fahrzeuge.