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Mercator halbierte Nettogewinn im Vorjahr

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Die größte slowenische Handelskette hat im Vorjahr ihren Nettogewinn gegenüber 2008 auf 21,1 Mio. Euro fast halbiert. Der Umsatz sank um 2,4 % auf 2,6 Mrd. Euro. Die Handelskette machte mehr als ein Drittel des Umsatzes bereits im Ausland.

Der Gewinnrückgang sei vor allem auf schwierige Wirtschaftsbedingungen sowie auf Investitionen zurückzuführen. Außerdem gebe es 2009 einen kleineren Umfang an außerordentlichen Gewinnen, teilte Mercator mit.

So haben Wechselkursschwankungen den Umsatz negativ beeinflusst, vor allem die Abwertung des serbischen Dinar. Die Investitionen betrugen im Vorjahr insgesamt 157,4 Mio. Euro. Fast 70 % davon investierte die Handelskette auf dem Balkan. Nach Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Mazedonien ist Mercator im Vorjahr auch in Bulgarien und Albanien eingestiegen.

Auch heuer erwartet Mercator keine wesentliche Besserung der Wirtschaftslage auf keinem seiner Märkte. Für 2010 wird ein Umsatzwachstum von 4 % auf 2,75 Mrd. Euro prognostiziert, der Nettogewinn soll auf Vorjahresniveau bleiben. Die Handelskette will heuer insgesamt 126 Mio. Euro investieren.

Vier Bieter im Rennen um 21 Prozent

Außerdem stehen bei Mercator Veränderungen in der Eigentümerstruktur bevor. In die engere Auswahl für den Kauf von einem Fünftel der Handelskette sind Medienberichten zufolge vier Bieter gekommen. Laut der Tageszeitung "Dnevnik" sollen die Finanzinvestoren Mid Europa, Warburg Pincus, Bain Capital und Advent International die Möglichkeit bekommen, eine Due Diligence bei Mercator durchzuführen. Insgesamt gab es acht unverbindliche Angebote, die meisten von ausländischen Finanzinvestoren und vom kroatischen Lebensmittelkonzern Agrokor.

Laut der Firma Arkas, die für das Bankkonsortium den Verkauf abwickelt, müssen die Banken die Liste der potenziellen Käufer noch bestätigen. Arkas gibt bis jetzt keine offiziellen Angaben zur Identität der Bieter. Auf der Liste soll nach Angaben von Arkas-Chef kein strategischer Investor sein, da Konkurrenten von Mercator an der Due Diligence nicht teilnehmen können, so "Dnevnik".

Das 21-Prozent-Paket von Mercator wird von einem Konsortium aus sechs Banken, darunter auch österreichischen, verkauft. Die staatliche Großbank Nova Ljubljanska banka (NLB) und ihre Tochter Banka Celje, die ebenfalls ihre gut 15 % an Mercator verkaufen wollten, haben sich aus dem Verkaufsverfahren zurückgezogen, weil sie mit den eingelangten Angeboten und Konditionen nicht zufrieden waren.

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