Ebit auf minus 5,1 Mio. Euro gerutscht

Tiefrote Bilanz für Hirsch Servo

Die Bilanz 2008/09 des börsenotierten Kärntner Maschinenbauers und Verpackungsherstellers Hirsch Servo AG präsentiert sich mit einem EBIT von -5,1 Mio. Euro tiefrot. Trotz eines Umsatzeinbruches um 14 % auf 86 Mio. Euro sieht Vorstandssprecher Kurt Hirsch einen "Silberstreifen am Horizont". Hirsch Servo sucht derzeit Investoren oder Joint-Venture Partner für seine Logistiksparte und will in Afrika und Südamerika expandieren. Der Tournaround wird für 2010/2011 erwartet.

Im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms wurden 60 Mitarbeiter abgebaut. "Der Personalabbau war zu langsam, Facharbeiter waren in der Vergangenheit aber schwer zu bekommen", zeigte sich Hirsch selbstkritisch. Das Unternehmen will mit Styropor-Schalungsteinen im Bereich des ökologischen Hausbaus sowie Styroporpaletten expandieren, so Hirsch.

Der Vorstandssprecher zeigte sich über die Geschäftsmöglichkeiten in den aufstrebenden Ländern in Afrika und Südamerika begeistert. Für Investoren werde es die Möglichkeit geben, durch Anteilsübernahmen mit Eigenkapital in die Logistik-Unternehmenssparte zu investieren. Die Hirsch Servo Gruppe besteht aus den vier Unternehmensbereichen Styropor-Verpackungen, Styropor-Dämmstoffe, Maschinenbau sowie Logistik.

Im Bereich EPS, das auch unter dem Handelsnamen Styropor verkauft wird, verzeichnete Hirsch Servo im Geschäftsjahr 2008/09 einen Umsatzrückgang von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 73 Mio. Euro. Der verminderte Umsatz sei auf die schlechte Wirtschaftslage und den dadurch verursachten Nachfragerückgänge bei Kunden zurückführen.

Weniger Umsatz in Maschinenbausparte

Der Umsatz des Geschäftsfeldes Technologie (Maschinenbau) ist im vergangenen Geschäftsjahr um 31 % auf 13,1 Mio. Euro gefallen. Als Grund gab das Unternehmen starke Zurückhaltung der Kunden bei Neuinvestitionen und die schwierige Akquisition von Neukunden an.

Das neu etablierte Geschäftsfeld Logistik habe im Berichtsjahr noch keine Umsätze generiert, so Finanzvorstand Andreas Zois. Die in diesem Unternehmensbereich gebündelten Gesellschaften sind auf Styropor-Schalungssteine sowie Styroporpaletten spezialisiert.

In Osteuropa setzte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr 47,6 Mio. Euro und in Österreich 12,8 Mio. Euro um. In den anderen europäischen Ländern erzielte Hirsch Servo einen Umsatz von 18,5 Mio. Euro und in Amerika 4,3 Mio. Euro.

Wie bereits berichtet, wird der Vorstand dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, sowohl für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008/09 als auch für das laufende Geschäftsjahr 2009/10 keine Dividende auszuschütten. Dieser Schritt soll die Eigenkapitalbasis stärken, so das Unternehmen.