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Zahl der Dollar-Milliardäre in China steigt trotz Krise

Die Zahl der Superreichen in China ist trotz Krise weiter gestiegen. In der Volksrepublik leben derzeit mindestens 130 Dollar-Milliardäre.

Die meisten Milliardäre machten ihre Vermögen laut dem Magazin "Hurun Report" an den Aktien- und Immobilienmärkten - die von den Konjunkturpaketen der chinesischen Regierung heuer stark profitierten.

"Chinas Wohlstand wächst in einem halsbrecherischen Tempo", sagte der Gründer des in Shanghai erscheinenden "Hurun Report", Rupert Hoogewerf. Die tatsächliche Zahl der Milliardäre liege vermutlich sogar doppelt so hoch bei 260. "Es gibt immer noch eine große Zahl Milliardäre, die nicht auf unseren Radarschirmen auftauchen, die ihre Vermögen abseits des Rampenlichts machen", sagte Hoogewerf.

Zugleich ist die Entwicklung unter Chinas Superreichen sehr dynamisch: 7 der 10 reichsten Chinesen sind 2009 neu an die Spitze gerückt. Angeführt wird die Liste heuer von Autobatterie-König Wang Chuanfu, der über 5,1 Mrd. Dollar verfügt. Er konnte sein Vermögen mehr als verfünffachen und sprang damit binnen eines Jahres 102 Plätze nach oben. Der 2008 reichste Mann Chinas, der Gründer des Elektronikriesen Gome, Huang Guangyu, fiel auf den 17. Platz. Er war 2008 Jahr wegen Verdachts auf Marktmanipulation festgenommen worden.

In vielen anderen Staaten war die Zahl der Milliardäre in der Krise teils deutlich gesunken. In Deutschland gibt es heuer nur noch 99 Superreiche mit Vermögen über 1 Mrd. Euro. Das sind 23 weniger als im Vorjahr. In Russland halbierte sich die Zahl der Milliardäre sogar. Die 400 reichsten US-Bürger verloren binnen eines Jahres insgesamt 300 Mrd. Dollar.