Wiener Börse am Nachmittag fest, Ukraine im Fokus

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Die Wiener Börse hat am Mittwochnachmittag fest tendiert. Der ATX stieg bis 14.15 Uhr um 1,36 Prozent auf 2.324,52 Punkte. Am Vormittag hatten Meldungen, denen zufolge sich Russland und die Ukraine auf einen Waffenstillstand geeinigt haben, für ein Kursfeuerwerk gesorgt. Der ATX stieg zeitweise um zwei Prozent. Nachdem die Meldungen relativiert wurden, kam auch der ATX wieder etwas zurück.

Russland sei keine Konfliktpartei und könne daher gar keine Waffenruhe vereinbaren, hieß es aus Moskau. Kiew sprach von einer "Feuerpause". Die Kämpfe im Osten hielten dennoch an.

An der Wiener Börse reagierten im Frühhandel vor allem die beiden Bankwerte mit kräftigen Kursgewinnen. Am Nachmittag kamen die Aktien von Erste und Raiffeisen zwar wieder zurück, lagen aber immer noch deutlich im Plus.

Raiffeisen notierten 6,24 Prozent fester bei 20,02 Euro. Die Aktie der stark in Russland engagierten Bank war angesichts der Ukraine-Krise zuletzt stark unter die Räder geraten. Erste Group notierten 2,58 Prozent im Plus bei 19,90 Euro. Knapp die Hälfte des Handelsvolumens im prime market entfiel allein auf die beiden Bankwerte.

Gute Nachfrage gab es auch in einigen Immobilienwerten wie Immofinanz (plus 3,18 Prozent) oder Buwog (plus 2,53 Prozent). Die Buwog-Aktie wird laut Beschluss des ATX-Komitees von Dienstabend am 22. September in den Leitindex aufgenommen.

Semperit verloren am Nachmittag 5,21 Prozent. Der Gummihandschuhhersteller ruft in einem Streit mit seinem thailändischen Joint-Venture-Partner ein internationales Schiedsgericht an, wurde am Dienstag nach Börsenschluss bekannt.

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