Kurs-Wende

Wiener Börse stabilisiert sich – ATX vorbörslich im Plus

Nach drei Wochen mit Verlusten könnte der Wiener Aktienmarkt zum Wochenstart wieder etwas Boden gutmachen. Vorbörsliche Indikationen sehen den ATX am Montag rund 0,8 Prozent im Plus. Der Krieg im Nahen Osten bleibt aber ein dominierendes Thema für Anleger. 

Am Wiener Aktienmarkt zeichnet sich zum Wochenstart eine leichte Stabilisierung ab. Laut Bankenindikationen wird der ATX rund eine halbe Stunde vor Handelsbeginn bei etwa 5.288 Punkten erwartet – das entspricht einem Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss.

Damit könnte sich der Leitindex nach drei Wochen mit Verlusten erstmals wieder etwas erholen.

Nahost-Konflikt bleibt dominierendes Thema

Im Fokus der Anleger steht weiterhin der Konflikt zwischen den USA und Israel auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen. Besonders die Auswirkungen auf den Ölpreis sorgen für Nervosität an den Märkten. Am Sonntagabend telefonierten der iranische Präsident Masoud Pezeshkian und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über die Lage rund um die Straße von Hormuz. Details zu dem Gespräch wurden nicht bekannt gegeben.

US-Präsident Donald Trump warnte die NATO-Partner vor einer „sehr schlechten Zukunft“, sollten sie die USA im Konflikt mit dem Iran nicht unterstützen. In einem Interview mit der Financial Times sagte Trump auf die Frage, welche Hilfe er benötige, um die Straße von Hormuz wieder zu öffnen: „Was auch immer nötig ist.“ Eine Ausweitung des EU-Marine-Einsatzes gilt laut Insidern jedoch als eher unwahrscheinlich. Das Thema dürfte dennoch beim Treffen der EU-Außenminister in Brüssel diskutiert werden.

Wichtige Konjunkturdaten im Blick

Auf der Agenda der Anleger stehen in dieser Woche mehrere Konjunkturdaten aus den USA. Am Montag wird der Empire-State-Index für das verarbeitende Gewerbe im Großraum New York veröffentlicht. Am Donnerstag folgt der Philadelphia-Fed-Index. Analysten der Helaba warnen bereits vor möglichen Folgen der steigenden Energiepreise. Unternehmenslenker und Investoren befürchten einen neuen Inflationsschub, wodurch Hoffnungen auf Zinssenkungen zuletzt wieder gedämpft wurden.

Wenig Unternehmensnachrichten

Unternehmensseitig ist zum Wochenstart wenig Bewegung zu erwarten. Analysten von Barclays haben allerdings ihr Kursziel für die Österreichische Post leicht angehoben – von 25,60 Euro auf 26,10 Euro. Die Einstufung „Underweight“ blieb jedoch bestehen. Die Post-Aktie hatte am Freitag bei 33,55 Euro geschlossen.

ATX schloss Freitag deutlich schwächer

Zum Wochenausklang hatte der Wiener Leitindex noch nachgegeben. Der ATX verlor am Freitag 1,61 Prozent und schloss bei 5.263,07 Punkten.

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