Wiener Börse wegen Zypern-Sorgen klar im Minus

Im Anschluss an die Entscheidung der Euro-Finanzminister zur Zypern-Hilfe hat die Wiener Börse am Montag im frühen Handel bei hohem Anfangsvolumen klare Kursverluste verbucht. Der ATX sackte gegen 9.45 Uhr auf 2.455,07 Punkte ab. Das ist ein Minus von 41,4 Punkten bzw. 1,66 Prozent.

Wie die Euro-Finanzminister am Wochenende entschieden haben, soll Zypern nur Hilfen zur Rettung vor der Staatspleite erhalten, wenn die Bankkunden des Landes mit einer Zwangsabgabe beteiligt werden. Insgesamt sollen auf diese Art rund 5,8 Mrd. Euro in die Staatskassen fließen. Am Abend wird das zypriotische Parlament über das umstrittene Rettungspaket und die damit verbundenen harten Auflagen abstimmen.

Europaweit standen vor allem Bankwerte unter Druck. Mit einem Minus von knapp dreieinhalb Prozent markierte der Sektor in einem europäischen Branchenvergleich das Schlusslicht. In Wien rutschten Erste Group um 3,03 Prozent auf 23,20 Euro ab und für Raiffeisen ging es um 3,20 Prozent auf 28,89 Euro bergab. Auch die Aktien des Versicherers Vienna Insurance Group (VIG) notierten um 0,26 Prozent leichter bei 39,60 Euro.