Wohnen in Wien immer teurer

Preissteigerung

Wohnen in Wien immer teurer

Wien kratzt an den Top-Ten der teuersten Metropolen Europas.

Der Wohnraum in den beliebten europäischen Metropolen wird immer teurer - an der Spitze ist im Vorjahr die Londoner City mit einer Preissteigerung von über 10 Prozent gelegen, geht aus einer Deloitte-Untersuchung hervor. Rund 10.000 Euro musste man 2012 im Schnitt für einen Quadratmeter im Herzen Londons auf den Tisch legen, etwas günstiger kam man in Paris (8.300 Euro pro m2) und in München (5.000 Euro pro m2) davon. Mit einem Durchschnittspreis von rund 3.000 Euro sei Wien am Sprung in die Top 10, heißt es in einer Aussendung von Deloitte.

   Neben London gab es massive Preissteigerungen von über 10 Prozent auch in Berlin und Moskau, während in der Wiener City die Preise um rund 9 Prozent anzogen. "Exorbitante Preissteigerungen von rund 9 Prozent pro Jahr werden in Zukunft in Österreich die Ausnahme darstellen", erklärte Deloitte-Experte Alexander Hohendanner. Denn Österreich baue nach Frankreich die meisten Wohnungen in Europa, geht aus dem "Property Index" für 2012 hervor.

   Im Vorjahr wurden pro 1.000 Österreicher 5 Wohnungen errichtet. In Frankreich, dem Spitzenreiter in Europa, waren es 7,8 Wohnungen. Damit lag die Wohnbau-Intensität in Frankreich um 133 Prozent über dem EU-Schnitt, jene in Österreich um 50 Prozent darüber. Den geringsten Wert wies der Studie zufolge Ungarn auf, das 1,1 Wohnungen pro 1.000 Einwohner fertigstellte.

   Auch bei der Anschaffung von Wohnungen müssen Europäer unterschiedlich lang arbeiten: Für den Erwerb einer 70 Quadratmeter großen Musterwohnung müssen die Österreicher Deloitte zufolge rund 5 Bruttojahresgehälter investieren, während die Deutschen und Dänen dagegen lediglich 2,2 Bruttojahresgehälter aufwenden müssen. Mit rund 10 Bruttojahresgehältern müssen die Russen, Briten und Franzosen deutlich mehr Geld für so eine Wohnung in die Hand nehmen.

   Bei den durchschnittlichen Wohnkosten (Miete, Nebenkosten, Reparaturen) pro Haushalt werden in Österreich mit rund 10.000 Euro pro Jahr mehr als im EU-Schnitt (8.300 Euro) ausgegeben.