Sploshing

Experten warnen vor Sex-Trend aus Euphoria

Sploshing erobert die Schlafzimmer. Ärzte warnen vor den Gefahren. 

Wer die neueste Staffel von Euphoria verfolgt, kommt an Sydney Sweeney kaum vorbei. In ihrer Rolle als Cassie Howard sorgt sie mal wieder für Gesprächsstoff – diesmal jedoch weniger durch emotionales Drama, sondern durch eine höchst explizite Szene mit schmelzendem Speiseeis. Was auf dem Bildschirm nach ästhetischem „Food Play“ aussieht, hat einen Namen: Sploshing.

Doch während Suchmaschinen glühen, schlagen Mediziner Alarm. Denn was im Fernsehen sexy wirkt, kann im echten Leben im Wartezimmer der Gynäkologie enden.

Was genau ist Sploshing?

Sploshing ist eine Unterkategorie der Sitophilie – der sexuellen Erregung durch Lebensmittel. Beim Sploshing geht es primär um das sensorische Erlebnis, mit Texturen zu spielen: ob Schlagsahne, Honig, Schokoladensauce oder eben schmelzendes Eis. Es ist „Messy Play“, bei dem der Körper zur Leinwand für Lebensmittel wird. 

So verlockend die Idee klingen mag, die Warnungen von Experten sind deutlich. Der menschliche Körper, insbesondere die empfindlichen Schleimhäute, reagiert allergisch auf kulinarische Experimente.

  •  Der Zucker-Faktor: Honig, Sprühsahne und Schokosauce sind die Klassiker des Sploshings. Doch genau hier liegt das größte Problem. Zucker ist der ideale Nährboden für Bakterien und Pilze. Gelangen diese Substanzen an oder in die Vagina, wird der natürliche pH-Wert massiv gestört. Die Folge? Hartnäckige Hefepilzinfektionen oder bakterielle Vaginose.
  • Schleimhäute sind Tabuzonen:  Lebensmittel haben an den Schleimhäuten (Vagina und Rektum) absolut nichts zu suchen. Während die Haut am Arm oder Rücken unproblematisch ist, sind die inneren Bereiche hochsensibel.
  • Temperatur und Schärfe: Was im Film als „heißes Spiel“ dargestellt wird, kann zu echten Verbrennungen führen (z. B. durch geschmolzenes Wachs oder zu heiße Schokolade). Ebenso gefährlich: scharfe Gewürze oder Chili-Öle, die auf der Haut brennen und Entzündungen hervorrufen können.
  • Allergien und Reizungen: Viele Lebensmittel enthalten Öle oder Säuren (wie Zitrusfrüchte), die die Haut reizen oder bei Kontakt allergische Reaktionen auslösen können – ein denkbar schlechter Moment für einen anaphylaktischen Schock.

 

Es gilt die einfache Regel: Alles, was klebrig, süß oder scharf ist, sollte dort bleiben, wo es hingehört – auf dem Teller oder zumindest weit weg von den intimsten Stellen. Wer den Trend von Cassie Howard nachahmen will, sollte das Eis also lieber essen oder es nur dort schmelzen lassen, wo es keinen biologischen Schaden anrichtet.

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