Impfung

UN-Sprecher nennt Debatte "Luxus"

WHO: Impfpflicht muss zeitlich begrenzt sein

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Zuvor müssten alle Maßnahmen ausgeschöpft werden.

Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Impfpflicht nur als letztes Mittel, falls Menschen nicht anderweitig vom Nutzen einer Impfung überzeugt werden können. "Wir rufen immer dazu auf, dass eine Impfpflicht klar, eindeutig und zeitlich begrenzt ist", sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan am Mittwoch in Genf. Solch ein Schritt müsse begleitet sein von angemessener Risikokommunikation.

Vor einer Impfpflicht müssten alle Maßnahmen ausgeschöpft werden, um sicherzustellen, dass Bürgerinnen und Bürger angemessen informiert sind. Zudem müsse sichergestellt sein, dass "die Resultate einer Impfpflicht für die öffentliche Gesundheit und die Gesellschaft schwerer wiegen als die Beeinträchtigung individueller Rechte oder individueller Freiheiten".

"Wir sehen eine Impfpflicht als letztes Mittel"

"Wir sehen eine Impfpflicht als letztes Mittel, im Fall einer großen Epidemie, wie wir sie in den vergangenes Monaten mit Delta und Omikron gesehen haben, wenn wir wissen, dass Impfungen Leben retten werden", sagte Ryan. Der Mediziner sprach allgemein über das Für und Wider einer Impfpflicht.

Angesichts der Debatte um eine Impfpflicht werben die Vereinten Nationen für eine bessere globale Verteilung der Impfstoffe. Die privilegierten Länder mit genügend Nachschub müssten dafür sorgen, dass Impfstoff auch in andere Staaten gebracht werde, sagte UN-Sprecher Stephane Dujarric am Mittwoch in New York. "Wir können die Debatte zur Impfpflicht führen. Aber dies ist in der Tat ein Luxus. Konzentrieren wir uns also darauf, Impfstoffe an Orte zu bringen, die sie brauchen."

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