Gesundheitsrisiko

Experte warnt: Binden, Tampons & Co. können die Fruchtbarkeit gefährden

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Der Weg zum Wunschkind dauert bei vielen Frauen oft länger als geplant, doch die genaue Ursache herauszufinden, ist oft schwer. Ein Kinderwunschexperte warnt jetzt jedoch davor, dass auch weibliche Hygieneartikel wie Binden, Tampons und Co. zu Unfruchtbarkeit führen können.  

Ein Kind zu bekommen, ist für viele Menschen die natürlichste Sache der Welt. Dennoch funktioniert es bei vielen Paaren nicht auf Anhieb. Wer ungewollt kinderlos bleibt, leidet und versucht alles um der Ursache auf den Grund zu gehen. Priv.-Doz. DDr. Michael Feichtinger vom Wunschbaby Institut in Wien warnt jetzt auch vor weiblichen Hygieneprodukten, denn diese enthalten bedenkliche Chemikalien, die zu Unfruchtbarkeit führen können.

So beeinflussen Hygieneartikel die weibliche Fruchtbarkeit

Binden, Tampons und Co. werden mit verschiedenen Chemikalien behandelt, die ihre Farbe, Geruch sowie antibakterielle Eigenschaften beeinflussen sollen. Von der Pubertät bis zu den Wechseljahren verwendet eine Frau im Durchschnitt 11.000 Hygieneartikel über eine Dauer von etwa 1.800 Tagen, was ca. 5 Jahren entspricht. Während dieser gesamten Zeit ist die Frau den potenziellen Nebenwirkungen dieser Produkte einfach ausgesetzt.

Experte warnt: Binden, Tampons & Co. können die Fruchtbarkeit gefährden
© Getty Images
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Die Chemikalien gelangen direkt über die Schleimhäute der Vaginalwand in den weiblichen Kreislauf und können sich unterschiedlich auf die Gesundheit auswirken. Da die Scheidenschleimhaut besonders gut Stoffe aufnimmt, ist sie auch ein gutes Eintrittstor für Schadstoffe und Keime. Studien haben gezeigt, dass diese Chemikalien Krankheiten, wie Endometriose, Adenomyose und Myome (gutartige Muskelknoten in der Gebärmutter) verursachen können. Feichtinger warnt vor möglichen Folgen: „Diese Erkrankungen können zu Unfruchtbarkeit, Blutungsbeschwerden und Schmerzen führen.“

Auswirkungen auf die weibliche Gesundheit sind unerforscht

Es ist zwar ein Fortschritt, dass immer mehr Institute auch gratis Periodenartikel zur Verfügung stellen, die Auswirkungen auf die weibliche Gesundheit sind jedoch weitgehend unerforscht. So zeigte eine erst kürzlich erschienene Studie im „British Journal of Obstetrics and Gynecology“, dass viele weibliche Hygieneartikel mit Chemikalien wie Dioxin, Bisphenol-A und flüchtigen organischen Verbindungen belastet sind.

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Über die Vaginalwand können die Chemikalien problemlos aufgenommen werden, welche schon in geringen Mengen dem Körper schaden. Wie stark sich diese Substanzen auswirken, muss in zukünftigen Studien untersucht werden. Leider scheint es sich dabei immer noch um ein Tabu-Thema zu handeln, das wissenschaftlich bisher vernachlässigt wurde. Frauengesundheit muss endlich ernst genommen werden und auch wissenschaftlich stärker in den Fokus rücken.

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