Der neue magische Teenie-Bestseller

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Der neue magische Teenie-Bestseller

Das ist der Teenie-Hit der Saison: „Silber – Das erste Buch der Träume“.

Kerstin Gier ist für den deutschen Markt wie Joanne K. Rowling und Stephenie Meyer für den angloamerikanischen – eine Autorin, die zufällig zum Schreiben und Bestsellen kam. Das ist bei Gier ebenfalls schon einige Jahre her und Texten wie Die Mütter-Mafia oder der Rubinrot zu verdanken.

Jetzt legt Gier ein neues Werk vor, das am Ende, wie der Fantasy-Vorgänger, die „Edelstein“-Trilogie, ebenfalls aus drei Teilen bestehen wird. Der Auftakt trägt den Titel Silber – Das erste Buch der Träume und landete prompt auf Platz zwei der Spiegel-Bestsellerliste. Der Inhalt scheint auf den ersten Blick das altbewährte Rezept, aus dem heutige Verkaufsschlager – wie Stephenie Meyers Bis(s)-Reihe oder Sixteen Moons – Eine unsterbliche ­Liebe von Kami Garcia und Margaret Stohl – gemacht sind.
Ein scheinbar ganz normales Teenie-Mädchen ist die Neue in der Stadt, kommt an eine fremde Schule und bald passieren merkwürdige Dinge.

Mysteriös
In vorliegendem Fall dreht sich alles um Liv Silber, eine blonde 15-Jährige. Zusammen mit ihrer Schwester Mia zieht sie nach den Ferien nach London. Das bedeutet für die Mädels: Wieder einmal weg aus dem bekannten Umfeld, für Liv eine beständige, verhasste Tortur.

Die Mutter, eine Literaturwissenschaftlerin, hat in Oxford einen neuen Lehrauftrag angenommen. Au-pair-Mädchen Lottie Wastlhuber ist auch dabei. Bald überfallen Liv ganz seltsame Träume, in denen eine Jungenclique vorkommt. Friedhöfe, seltsame Türen und Rituale sind verwirrendes Beiwerk in dieser erschreckend realitätsnahen Fantasiewelt. Scheinbar kann nicht nur Liv sich am nächsten Tag haargenau an das Geträumte erinnern, sondern sämtliche Personen, die auch anwesend waren …
Spannend. Silber – Das erste Buch der Träume ist klar ein Roman für die jugendliche Leserschaft. Doch Gier schafft es, den Inhalt auch für Erwachsene spannend und teilweise schreiend komisch zu gestalten. Hauptfigur Liv sticht als witziges, reges Mädchen hervor, Schwester Mia ist ein Charakterkopf und die Mutter ein herrlich-schrulliger, ganz untypischer Elternteil (sie wünscht sich, dass Liv viel ausgeht und macht sich auch keine Sorgen, wenn es spät wird – immerhin hat sie als Teenie auch viel erlebt).

Melange. Das Buch ist eine Mischung aus Realität und fantastischer Story, die sich in eine ganz schaurige Richtung bewegt. Liv landet in den nächtlichen Träumen plötzlich auf einem Friedhof, und dann ist auch noch die Rede von einem Dämon. Man fragt sich als Leser ständig, was ist wahr, was ist nicht möglich? Der reale Part behandelt jene Probleme, mit ­denen Teenies sich oftmals herumschlagen müssen: getrennt lebende Eltern, das Erwachsenwerden, eine neue Familie, die man vor die Nase gesetzt bekommt.

Doch Gier schafft es, diese „Alltäglichkeiten“ nicht platt darzustellen, denn sie gibt ihren Protagonisten eine ehrliche, authentische Stimme. Dass diese geplante Trilogie (der zweite Band soll spätestens 2014 folgen) ein sicherer Verkaufsschlager wird, zeigt nicht nur die prompte Top-Platzierung in der Spiegel-Bestsellerliste.
Verfilmung. Die zuvor erschienene „Edelstein“-Trilogie verkaufte sich millionenfach. Übersetzt wurden die drei Bände in fast 30 Sprachen, Lizenzen gingen nach England, Brasilien China und die USA.

Der erste Teil dieser Hit-Geschichte, Rubinrot, kam im März dieses Jahres in die Kinos. Fortsetzung ist nicht ausgeschlossen.


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