Die Rapperin zeigt erst Reue, dann kauft sie sich ein neues Luxus-Auto, obwohl sie gerade ihren Führerschein verloren hat.
Für Katja Krasavice (29) hat das bunte Treiben auf der Überholspur ein jähes Ende vor Gericht gefunden. Was im Mai vergangenen Jahres als feuchtfröhliche Ausfahrt in Leipzig begann, mündet nun in einer harten Landung auf dem Boden der juristischen Tatsachen. Mit stolzen 1,28 Promille im Blut geriet die Künstlerin in eine Polizeikontrolle – eine Eskapade, die nun ein rechtskräftiges Nachspiel hat.
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Ein sechsstelliger Denkzettel
Die Mühlen der Justiz mahlten im Fall Krasavice zwar langsam, aber konsequent: Das Amtsgericht Leipzig verhängte einen Strafbefehl, der es in sich hat. Neben einer zehnmonatigen Sperre der Lenkerberechtigung muss die Rapperin eine Geldstrafe in unterer sechsstelliger Höhe bezahlen. Nachdem ein ursprünglicher Einspruch gegen die Höhe der Tagessätze durch ihren Rechtsbeistand weitgehend zurückgezogen wurde, ist das Urteil nun in Stein gemeißelt. Ein teures Vergnügen, das die Grenzen der persönlichen Freiheit schmerzhaft aufzeigt.
„Asche auf mein Haupt“: Reue via TikTok
In der digitalen Manege gab sich Krasavice indes geläutert. Via TikTok streute sie öffentlich Asche auf ihr Haupt und adressierte ihre Millionen Follower mit ungewohnt selbstkritischen Tönen: „Ich hab' mich und andere gefährdet. Das würd' ich nie wieder machen.“
@katjakrasavice Kein Führerschein heißt nicht dass ich mir kein neues Auto mehr kaufen darf ????
♬ Onlyfans - Katja Krasavice
Ihr flammender Appell – „Macht das nicht, geht gar nicht“ – sollte wohl als moralischer Kompass für ihre junge Fangemeinde dienen. Kurz darauf sorgt sie erneut für Kopfschütteln: "Ratet mal, wer sich trotz keinem Führerschein ein neues Auto gekauft hat", schreibt sie auf TikTok und zeigt eine eingehüllte Mercedes G-Klasse.
Von der Anklägerin zur Beschuldigten
Die Causa nimmt nämlich eine pikante Wendung, die Krasavice nun erneut ins Visier der Behörden rückt. In besagtem Video erhob sie schwere Vorwürfe gegen die Exekutive: Ein Beamter habe sie nach der Kontrolle privat kontaktiert und ihr eine Sprachnachricht zukommen lassen.
Doch die Staatsanwaltschaft Berlin hegt massive Zweifel an dieser Darstellung. Es steht der Verdacht der falschen Verdächtigung im Raum – der Vorwurf wiegt schwer, dass die Geschichte schlichtweg erfunden sein könnte.