Der Sänger überrascht seine Fans mit ganz neuen Tönen. Roland Kaiser stand zwar immer offen zu seiner politischen Meinung, aber das neue Projekt
Roland Kaiser (73) ist weit mehr als der unangefochtene Monarch des deutschen Schlagers. Während er auch in diesem Jahr mit seiner legendären „Kaisermania“ durch Deutschland tourt, wandelt der Doyen der Unterhaltungskunst nun auf überraschenden Pfaden. Er leiht seine markante Stimme dem Intro des Politik-Podcasts „Machtwechsel“ – ein Projekt, das seine Anhängerschaft aufhorchen lässt, zeigt es den Entertainer doch in einem ungewohnt nüchternen, fast staatstragenden Kontext.
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Ein Hauch von „House of Cards“
Die akustische Inszenierung ist dabei alles andere als zufällig gewählt. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ anmerkt, ist Kaisers sonorer Sprechgesang mit einer Klaviermelodie unterlegt, die kompositorisch unverkennbar an das US-Polit-Epos „House of Cards“ gemahnt. Eine bewusste Referenz: Wo es um Macht, Intrigen und das große politische Schachspiel geht, liefert Kaiser das passende Timbre. Für Branchenkenner kommt dieser Ausflug auf das politische Parkett indes wenig überraschend. Kaiser, der bereits als Kind politisches Flair atmete, gilt als einer der wenigen Repräsentanten seines Metiers, die konsequent Haltung zeigen und sich regelmäßig für demokratische Werte in den Diskurs einbringen.
Eloquenz statt Heile-Welt-Rhetorik
Mit diesem Engagement beweist der 73-Jährige einmal mehr seine intellektuelle Vielseitigkeit. Er bricht aus dem bisweilen engen Korsett der Schlagerwelt aus und setzt seine Stimme dort ein, wo Haltung gefragt ist. Roland Kaiser bleibt damit nicht nur als Interpret großer Gefühle, sondern auch als engagierter Bürger im Gedächtnis – als eine Persönlichkeit, die den Mut aufbringt, weit über den Tellerrand der glitzernden Showbühne hinauszublicken.