Psy, Gangnam-Style

Shootingstar

Das ist Mr. Gangnam-Style

So tickt Park Jae-Sang, besser bekannt als Rapper "Psy".

Eigentlich hätte Park Jae-Sang ein Geschäftsmann werden sollen, so wie sein Vater. Er schickte ihn an die Elite-Uni in Boston – doch der Junge kam als schräger Rapper Psy zurück. Heute kennt den kleinen Koreaner und seinen Tanz "Gangnam Style“ die ganze Welt. Hollywood-Stars wie Miley Cyrus, Madonna oder Kim Kardashian outeten sich als Fans. Über 170 Millionen Fans klickten sein Video auf Youtube und katapultierten Psy in die Charts – auch in Österreich rangierte er auf Platz eins. Bei dem "MTV European Music Awards“ wurde er jetzt für "Best Video“ ausgezeichnet. Und selbst wenn der 34-Jährige ein One-Hit-Wonder bleibt, hat er ausgesorgt. Mehrere zehntausend Euro casht er pro Auftritt.

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Psy: Alle lieben 'Mr. Gangnam Style'

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    Rebellisch
    Der Weg dorthin war nicht immer leicht. Aufgewachsen in einer wohlhabenden Familie im noblen Gangnam-Viertel (daher der Name!) in Soul, sollte er in die Fußstapfen seines Vaters, Geschäftsführer einer Handelsfirma, treten. Aber der kleine Park hasste schon als Kind die Schule, unterhielt seine Klassenkameraden lieber mit anzüglichen Witzen. Er wurde nach Amerika geschickt, um in Boston „Wirtschaft“ zu studieren. Doch oft sah man Park dort nicht. Lieber verprasste er sein Geld für Musik-Instrumente und trank. "Ich verstand kein Englisch, aber ich konnte alle unter den Tisch trinken!“ Er wechselte ins "Berklee College of Music“. Doch auch diese Ausbildung brach er ab und kehrte nach Südkorea zurück, um seine Musik-Karriere zu starten.

    Pleite & im Gefängnis. 2000 tauchte er das erste Mal im Fernsehen auf – damals schon als PSY (kommt von Psycho). Erst 2003 schaffte er den Durchbruch mit "Champion“ am Rande der Fußball-WM in Seoul. Doch dann musste er für drei Jahre zum Militär einrücken. Der Anfang vom vorläufigen Ende. 2006 wurde er wegen Besitzes von Marihuana verhaftet, ein Jahr später wegen Wehrdienstverweigerung zu weiteren zwei Monaten beim Militär verurteilt. PSY konnte keine Platten mehr produzieren und war pleite.

    Misses Monk
    Seine große Stütze: Ehefrau Yoo Hye-Yeon (34), eine Cello-Lehrerin, die ihn ermutigte, zum Musiklabel "YG Entertainment“ zu wechseln. "Sie ist die beste aller Ehefrauen“, schwärmt PSY über sie. "Sie ist ein Monk und serviert mir in der Früh – egal wann ich aufstehe – neun verschiedene Gerichte. Und am Abend wartet sie mit dem Essen auf mich, bis ich heimkomme. Selbst wenn es spät wird, fragt sie nicht, wo ich war.“ Nach drei-jähriger Beziehung heirateten beide 2006 (ganz klassisch) und leben seitdem glücklich mit ihren Zwillings-Töchtern (4) in Seoul.

    PSY avancierte zum Superstar in der asiatischen Musikwelt, trat etwa vor 80.000 Japanern auf und enterte mehrmals Platz eins der Charts in Südkorea. Der Rest der Welt kannte ihn dennoch nicht. Bis zum Juli, als sein Video zu "Gangnam Style“ online ging und im August weltweit Millionen Fans hatte. PSY selbst kann den Erfolg immer noch nicht fassen. "Ich denke mir: Was geht hier ab!? Aber es ist wunderschön.“

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