Kino-Diana bewegt die Welt

Weltpremiere in London

Kino-Diana bewegt die Welt

Heftige royale Kritik am Film-Epos. Premiere ohne William & Harry.

Eine Millionen Menschen auf den Straßen Londons, zwei Milliarden vor den TV-Geräten, Tränen, Blumen, Verzweiflung – vor nunmehr als 16 Jahren wurde Lady Di in London beigesetzt. Der tragische Unfalltod der Prinzessin der Herzen bewegte die ganze Welt – und bis heute scheint ihr banaler Tod im Tunnel für viele Verschwörungstheoretiker zu banal.

»Diana« kommt erst 2014 in österreichische Kinos
Am Donnerstag Abend nun wurde am Londoner Leicester Square der erste Kinofilm über das Leben der Ikone präsentiert und: Schon vor der Premiere gab es teils heftige Kritik. Völlig falsch sei Dianas letzte große Liebe dargestellt, entsetzte sich beispielsweise der Londoner Herzchirurg Hasnat Khan, der zwei Jahre der Lover von Diana war. Er verweigerte auch seine Teilnahme an der Premiere.

Auch vom britischen Königshaus kam niemand zur Aufführung. Die britische Royal-Expertin Ingrid Seward spricht von einem „unglaublich schmerzhaften“ Film für Dianas Söhne William und Harry. Für den deutschen Regisseur Oliver Hirschbiegel (Der Untergang) kam die Kritik nicht überraschend. Hirschbiegel erklärte im Vorfeld, er sei „auf ein Schlachtfeld“ vorbereitet.

„Diana“ kommt am 10. Jänner 2014 bei uns in die Kinos.
 

Hauptdarstellerin Watts: "Ich habe mich in Diana verliebt"

Drei Mal hatte Schauspielerin Naomi Watts abgelehnt, Diana zu spielen. Doch: „Ich wollte lieber, dass ich es mache als jemand anderer.“
Monatelang arbeitete die 44-Jährige an Dianas Mimik, Gestik, Tonfall. Kritiker finden: Das ist gelungen.
 

Ex-Lover: "Film beruht auf Klatsch und Tratsch"

Um seine Liebe zu Lady Di geht es in „Diana“. Doch für Hasnat Khan war alles ganz anders.

Sie nennt ihn zärtlich „Mr Wonderful“. Er will mit ihr vor den Paparazzi nach Pakistan flüchten. Gemeinsam sprechen sie von Kindern und der ewigen Liebe.
Diana, der neue Film über Lady Di, thematisiert die zweijährige Beziehung der Prinzessin mit dem Medizinier Hasnat Khan. Die allerdings sei völlig anders gewesen, als sie jetzt im Kino dargestellt wird, erklärt der heute 54-jährige Khan jetzt. „Der Film basiert auf Klatsch und Tratsch, den Dianas Freunde erzählt haben. Mit der Realität hat das aber überhaupt nichts zu tun“, so Khan wütend.

Eifersucht. Gewagte These des 108 Minuten langen Films: Lady Di hätte 1997 zwar eine Affäre mit dem Millionärssohn Dodi al-Fayed begonnen, der ebenfalls beim Autocrash starb. Aber: Mit der Liebschaft hätte sie nur versucht, Khan eifersüchtig zu machen und so zurückzugewinnen.

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