Traurig

Komplette Europa-Tour abgesagt: Große Sorge um Neil Young (80)

Enttäuschung für die Rock-Welt: Völlig überraschend hat Neil Young seine für diesen Sommer geplante Reise über den Atlantik abgebrochen und sämtliche Konzerttermine in Europa und Großbritannien gestrichen. 

Es hätte ein triumphaler Sommer für die Folk-Rock-Ikone werden sollen, doch nun herrscht Gewissheit: Neil Young zieht die Reißleine. Der kanadisch-amerikanische Musiker sagte sämtliche Termine seiner UK- und Europa-Tournee 2026 ab und lässt damit eine enttäuschte Fangemeinde zurück.

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„Nicht der richtige Zeitpunkt“

Nach seinen fulminanten Auftritten im vergangenen Jahr – man denke an das puristische Set auf der Pyramid Stage in Glastonbury oder den Headliner-Slot im Hyde Park – waren die Erwartungen an die bevorstehende Sommertournee mit seiner Band Chrome Hearts gewaltig. Die geplanten Open-Air-Konzerte hätten Young unter anderem nach Manchester, Glasgow und zu den prestigeträchtigen Glasgow Summer Sessions geführt, bevor der Tour-Tross das europäische Festland erreichen sollte. Das große Finale war für den 26. Juli im italienischen Udine anberaumt.

Doch dazu wird es nicht kommen. In einem offiziellen Statement auf seiner Website Neil Young Archives wandte sich der 80-Jährige mit gewohnt knappen, aber persönlichen Worten an seine Anhängerschaft: „Ich habe mich dazu entschlossen, eine Pause einzulegen und werde dieses Mal nicht durch Europa touren. Danke an alle, die bereits Karten erworben haben. Es tut mir leid, euch enttäuschen zu müssen, aber es ist derzeit nicht der richtige Zeitpunkt. Ich liebe es, live zu spielen und mit euch und den Chrome Hearts zusammen zu sein. In Liebe, Neil – passt auf euch auf.“

Karteninhaber sollen laut Management direkt kontaktiert werden und erhalten eine vollständige Rückerstattung des Kaufpreises. Über die genauen Hintergründe der Absage – ob gesundheitlicher oder privater Natur – bewahrt der Künstler Stillschweigen.

 


 

Politische Akzente und ein Geschenk für Grönland

Abseits der Tour-Absage sorgte Young jüngst mit einer ebenso kuriosen wie couragierten Geste für Schlagzeilen: Als Reaktion auf neuerliche Annexionsdrohungen seitens Donald Trumps gegenüber Grönland schenkte der Musiker der grönländischen Bevölkerung den kostenlosen Zugriff auf seinen gesamten Musikkatalog. Dabei sparte er nicht mit Kritik an der US-Administration sowie an Großkonzernen wie Amazon.

„Ich fühle mich geehrt, all unseren Freunden in Grönland einen einjährigen Gratis-Zugang zu meiner Archiv-Website zu ermöglichen“, so Young. Er hoffe, seine Musik könne den „unangemessenen Stress und die Drohungen lindern“, denen die Bewohner durch eine „unpopuläre und hoffentlich temporäre Regierung“ ausgesetzt seien.

Es sei sein aufrichtiger Wunsch, dass die Menschen in ihrem „wunderschönen grönländischen Zuhause“ die Früchte seiner Karriere genießen können. Ein Friedensangebot, das einmal mehr unterstreicht, dass Neil Young auch im hohen Alter nichts von seiner rebellischen Ader eingebüßt hat – selbst wenn die Bühnen Europas diesen Sommer leer bleiben.

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