Vom Pop-Olymp direkt in das grelle, ungefilterte Licht der sozialen Medien: Britney Spears nutzt ihre mühsam erkämpfte Freiheit auf eine Weise, die die Welt gespalten zurücklässt.
Es ist ein Bild, an das man sich fast schon gewöhnt hat, und das doch jedes Mal aufs Neue für kollektives Stirnrunzeln sorgt: Britney Spears (44) tanzt durch ihr Wohnzimmer. Doch in ihrem neuesten Posting zieht die „Princess of Pop“ alle Register der Provokation. Zwischen einem trotzig entgegengestreckten Mittelfinger und einem Rock, der gefährlich tief Richtung Schambereich wandert, stellt sich die Welt einmal mehr die Frage: Ist das die ultimative Freiheit oder ein lauter Hilferuf?
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Herz-Emoji gegen den Nippel-Blitzer
In den Videosequenzen präsentiert sich Britney in gewohnt eigenwilliger Manier. Mal im Trenchcoat mit rotem Cowboyhut, mal im knappen roten Crop-Top, unter dem ein schwarzer BH hervorblitzt. Dass Britney es mit der Symmetrie ihrer Kleidung nicht so genau nimmt, ist bekannt – diesmal musste sie jedoch sogar selbst zur digitalen Schere greifen: Ein strategisch platziertes Herz-Emoji verhindert auf Instagram Schlimmeres, während sie wild wirbelnd ihre Kurven in die Kamera hält.
Besonders auffällig: Der schwarze Minirock sitzt so tief, dass man fast instinktiv wegschauen möchte, während sie mit grimmigem Blick den Mittelfinger in die Linse reckt. Es wirkt wie eine Kampfansage an alle Kritiker, die ihre bizarren Tanzvideos seit Monaten mit Sorge beobachten.
Eine Leidensgeschichte ohne Happy End?
Um Britneys aktuelles Verhalten zu verstehen, muss man den Blick zurückwerfen auf eine Biografie, die mehr Tragödie als Pophymne ist. 13 Jahre Unmündigkeit: Von 2008 bis 2021 stand Britney unter der strengen Vormundschaft ihres Vaters Jamie Spears. Jeder Schritt, jeder Dollar und sogar ihre medizinische Versorgung (einschließlich einer zwangsweisen Spirale) wurden kontrolliert.
Der „Free Britney“-Sieg: Erst nach einem jahrelangen Rechtsstreit und einer weltweiten Fan-Bewegung erlangte sie ihre Freiheit zurück. Die Last der Freiheit: Seit dem Ende der Vormundschaft scheint Britney alles nachholen zu wollen, was ihr verboten war. Die Nacktfotos und die wirren Tanz-Videos sind für sie ein Ausdruck von Autonomie – für Außenstehende wirken sie oft wie die mühsame Suche nach einer Identität, die ihr jahrelang geraubt wurde.
Freiheit als Exzess
Britneys Instagram-Profil ist heute ein digitales Tagebuch einer Frau, die keine Filter mehr akzeptiert – weder bildlich noch moralisch. Während die einen in den Aufnahmen eine selbstbestimmte Frau feiern, die sich nach Jahrzehnten der Unterdrückung endlich so zeigt, wie sie will, sehen andere darin die Fortsetzung einer traurigen Abwärtsspirale.
Sicher ist nur: Britney Spears spielt nicht mehr nach den Regeln der Musikindustrie. Sie tanzt nach ihrem eigenen Rhythmus – auch wenn dieser für viele verstörend wirkt.