R. Kelly musste Berichten zufolge nach einer Medikamenten-Überdosis im Gefängnis notfallmäßig ins Krankenhaus gebracht werden. Laut seinem Anwalt soll der inhaftierte R&B-Star die Medikamente von Gefängnispersonal erhalten haben.
R. Kelly verbüßt derzeit eine 30-jährige Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs und Menschenhandels nachdem er im Zug der #MeToo-Bewegung als Serien-Täter entlarvt wurde. Erst vor wenigen Tagen forderte sein Anwalt seine Entlassung aus dem Gefängnis und Hausarrest – aus Angst um sein Leben. Laut seinem Anwalt soll es innerhalb der Haftanstalt einen Mordplan gegen ihn geben. Drei Beamte des US-Gefängniswesens (BOP) sollen laut Antrag versucht haben, einen Häftling zu einem Mordauftrag anzustiften.
Sänger R. Kelly vor Gericht
Ein Mithäftling namens Michael Glenn Stine behauptet, ein Beamter habe ihn angewiesen, R. Kelly zu töten. Stine, der früher der rechtsextremen Aryan Brotherhood angehört haben soll, wurde angeblich gezielt in dieselbe Gefängniseinheit wie Kelly verlegt. Dort soll ihm ein weiterer Beamter gesagt haben: „Sie müssen tun, wozu Sie hierhergekommen sind.“ Kellys Verteidigung sieht darin eine konkrete Bedrohung und verlangt, dass der Musiker umgehend unter Hausarrest gestellt wird. Die US-Justizbehörden prüfen nun die schweren Vorwürfe. R. Kelly soll sich auch an Präsident Donald Trump gewandt haben und um Begnadigung oder zumindest Strafminderung gebeten haben.
R. Kelly wurde nach der Medikamentenüberdosis ins Krankenhaus eingeliefert worden sein. Demnach wurde der 57-Jährige am 10. Juni in Einzelhaft verlegt und erhielt dort Beruhigungsmittel gegen Angstzustände. Noch am selben Tag wurden ihm weitere Medikamente verabreicht – laut Anweisung der Gefängnisleitung. Drei Tage später klagte Kelly über Schwindel, Sehprobleme und Ohnmachtsgefühle, bevor er zusammenbrach. Er wurde umgehend ins Duke University Hospital gebracht. Dort erholte er sich zwei Tage lang.
Besorgniserregend: Kelly soll einem Gefängnisbeamten gesagt haben, dass dieser Vorfall „eine neue Büchse der Pandora öffnen“ werde. Seine Anwälte werfen den Beamten nun vor, ihm eine potenziell tödliche Medikamentendosis verabreicht zu haben. Die Behörden prüfen die Vorwürfe.