Auszeichnung

Bob Dylan erhält Literaturnobelpreis

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Der diesjährige Literaturnobelpreis geht an Sänger Bob Dylan.

Mit Songs wie "Blowin' in the Wind", "Tambourine Man" oder "Like a Rolling Stone" zählt der neue Literaturnobelpreisträger zu den Ikonen der Popmusik des 20. Jahrhunderts. "Sein Einfluss auf die zeitgenössische Musik ist nachhaltig und er ist das Objekt eines ständig wachsenden Stroms von Sekundärliteratur", so die schwedische Akademie in ihren biografischen Angaben.

Überraschende Wahl

Die Zuerkennung des Preises dürfte für Dylan eine genauso große Überraschung gewesen sein wie für alle anderen. Die Jury habe vor der Verkündung am Donnerstagmittag nicht mit ihm gesprochen, sagte die Chefin der Schwedischen Akademie, Sara Danius, nach der Bekanntgabe. Sie wollte ihn aber so schnell wie möglich anrufen. "Ich denke, ich habe eine gute Nachricht."

Kleine Anfänge

Bob Dylan wurde am 24. Mai 1941 in Duluth, Minnsesota, geboren und wuchs in einer jüdischen Familie in Hibbing auf. Seine musikalischen Anfänge zählten zur Folk Music, seine Texte waren beeinflusst von den Autoren der Beat Generation sowie von moderner Lyrik. 1961 zog er nach New York und begann in Clubs und Cafes im Greenwich Village aufzutreten. Ab Mitte der 1960er Jahre feierte er enorme Erfolge und wurde zu einem der einflussreichsten US-amerikanischen Musiker.

Vielseitig

Wichtige Alben waren "Bringing It All Back Home" und "Highway 61 Revisited" im Jahr 1965, "Oh Mercy" (1989), "Time Out Of Mind" (1997) oder "Modern Times" (2006), wichtige Themen waren soziale Probleme, Religion, Politik und Liebe. Neben seinen Erfolgen als Sänger und Songwriter hat sich Dylan auch als Maler, Schauspieler und Drehbuchautor betätigt. 2004 veröffentlichte er seine Autobiografie "Chronicles". Seit den späten 1980er Jahren ist er mit der "Never-Ending Tour" ohne Unterbrechung unterwegs - und spielte dabei in den vergangenen Jahren mehrfach auch vor ausverkauften Hallen in Österreich.

Bob Dylan: Sein Leben in Bildern

Die Literaturnobelpreisträger seit 2010

  • 2015: Swetlana Alexijewitsch (Weißrussland)
  • 2014: Patrick Modiano (Frankreich)
  • 2013: Alice Munro (Kanada)
  • 2012: Mo Yan (China)
  • 2011: Thomas Tranströmer (Schweden)
  • 2010: Mario Vargas Llosa (Peru)
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