Während Oscar-Rede

Brad Pitt mit Seitenhieb gegen Trump

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Seinen Triumph bei den Oscars als bester Nebendarsteller nutzte Brad Pitt auch für politische Statements.

Endlich hat er ihn. Brad Pitt gewann am Sonntagabend in Los Angeles den Oscar als bester Nebendarsteller in Quentin Tarantinos "Once Upon a Time in Hollywood". Während die Verleihung an sich eher unpolitisch blieb - was auch an der fehlenden Moderation liegen dürfte -, konnte sich Pitt in seiner Dankesrede einen kleinen Seitenhieb gegen die US-Politik und vor allem gegen Donald Trumps Republikaner nicht verkneifen. Er attackierte den Senat dafür, während Trumps Impeachment-Verfahrens keine Zeugen zugelassen zu haben. "Sie haben mir gesagt, ich habe hier oben 45 Sekunden", begann er seine Rede auf der Bühne. "Das sind 45 Sekunden mehr, als der Senat John Bolton gegeben hat", so Pitt.

John Bolton ist der ehemalige Nationale Sicherheitsberater von Trump und galt als einer der wichtigsten Zeugen im Verfahren rund um den Ukraine-Skandal. Denn nachdem Bolton zunächst jegliche Aussage verweigerte, wäre er am Ende doch bereit gewesen, gegen den US-Präsidenten im Senat auszusagen. Aufgrund der Mandatsmehrheit blockierten die Republikaner allerdings alle Zeugen und brachten das Amtsenthebungsverfahren ohne relevante Aussagen zu Ende.

Backstage erklärte Pitt seinen Kommentar dann auch noch vor der versammelten Presse. "Ich war einfach wirklich enttäuscht diese Woche. Ich finde, wenn taktische Spielchen über dem Rechten stehen, dann ist das ein trauriger Tag und ich denke, dass wir das nicht einfach so stehen lassen können. Das ist mir sehr ernst", so der 56-Jährige.

Allerdings nutzte er seine Rede nicht etwa nur für politische Statements. Am Ende seiner Rede bedankte er sich dann auch noch mit Tränchen in den Augen bei seinen Kindern.

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