Wiener Festwochen

Sturm auf Karten für Handke & Blanchett

von
Cate Blanchett in „Groß und Klein“
© Festwochen/Tomasetti
Wegen der enormen Nachfrage kann man Cate Blanchett schon heute sehen.
OE24 auf Google bevorzugen

Die beiden „Zugpferde“ der Wiener Festwochen werden heuer buchstäblich gestürmt. Deshalb gibt es jetzt Zusatzvorstellungen für den Botho-Strauß-Klassiker Groß und Klein mit Hollywood-Star Cate Blanchett im MuseumsQuartier sowie für die Uraufführung des neuen Peter-Handke-Dialogs Die schönen Tage von Aranjuez im Akademietheater.

Neues Karten-Kontingent für Cate Blanchett
Groß und Klein (Big and Small) wird schon heute, einen Tag vor der Premiere am Samstag, als Voraufführung gezeigt (19.30 Uhr, MQ, Karten unter www.festwochen.at). Der Magnetismus dieser Produktion liegt auf der Hand: Die australische Golden-Globe-Gewinnerin Cate Blanchett (Elizabeth) spielt in dieser vielgelobten Produktion aus Sydney die Figur der Lotte, die gesellschaftlichen Anschluss sucht, aber immer wieder Zurückweisung erfährt.

„Anschluss“ sucht Blanchett selbst offenbar nicht: Schon vor ihrem Wien-Besuch war klar, dass Interviews oder Fototermine für sie kein Thema sind (siehe auch die Story im Life-Teil).

Zählkarten. Die Premiere des neuen Handke-Stücks Die schönen Tage von Aranjuez ist für kommenden Dienstag (15. Mai) anberaumt; doch wegen der enormen Nachfrage lädt Direktor Matthias Hartmann schon am Montag (14. Mai, 19 Uhr) zur öffentlichen Probe (Zählkarten heute an der Burgtheater-Kasse).

Auch hier war der „Run“ erwartbar: Nicht nur der Name Handke und sein neuer Wurf, sondern auch Festwochen-Chef Luc Bondys Inszenierung und die hochkarätige Besetzung mit Dörte Lyssewski und Jens Harzer haben großes Verführungspotenzial.

Öffentliche Probe für Handke-Uraufführung
Der Titel des Stücks spielt auf Don Carlos an („Die schönen Tage von Aranjuez sind nun zu Ende“). Bei Handke sitzt ein Paar in einer paradiesischen Landschaft und debattiert Geschlechterrollen. Das Bühnenbild kommt ebenfalls von Handke – von dessen Tochter Amina Handke.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


1 / 223

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden