Nach 35 Ehe-Jahren

Trennung: Schottenberg und Bill

Einvernehmlich: Das österreichische Theaterpaar geht seperate Wege.

Aufregung und Getuschel in der Wiener Theaterszene: Die Schauspielerin und Sängerin Maria Bill hat nach 35 Jahren Ehe in einem kurzen, trockenen Mail die Trennung von Michael Schottenberg bekannt gegeben. Man gehe künftig einvernehmlich getrennte Wege, teilte sie am Donnerstag mit.

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    Das Volkstheater, dessen Direktor Michael Schottenberg ist, bestätigte die knappe Mitteilung. Schottenberg selbst wollte aber keine Stellungnahme abgeben.

    Power-Paar.
    Das Theaterpaar galt über Jahrzehnte hinweg als erfolgreiches Power-Couple. Zwar gab es öfters Gerüchte über eine mögliche Trennung, doch der gemeinsame Sohn Tany und der intensive Theaterjob kittete die beiden immer wieder zusammen.

    Zuletzt arbeiteten Schottenberg und Bill an der Vorbereitung der spektakulären Produktion von Brechts „Dreigroschenoper“ zusammen, die derzeit das Wiener Publikum begeistert.

    Schottenberg ist der Regisseur des Stücks, Bill spielt die Spelunken-Jenny, die Puffmutter.

    Gewaltiger Erfolg.
    Schottenberg und Bill galten seit den 80er Jahren als das Traumpaar der Wiener Kulturszene. Die gebürtige Schweizerin Bill mischte mit Songs wie „I mecht landen“ die Austropop-Szene auf. Wochenlang war sie mit diesem Lied führend in den Charts. Später machte sie sich als Chanson-Interpretin einen Namen. Morgen singt sie auch wieder ihre Version der Lieder von Edith Piaf und Jacques Brell im Silvesterprogramm des Volkstheaters.

    Querdenker.
    Michael Schottenberg begann als Schauspieler, wurde erst später zu einem der führenden Regisseure in Wien. 2005 wurde er Nachfolger von Emmy Werner als Direktor des Volkstheaters.